Auf der Überholspur -
Formel 1 in Indien

Mit einem furiosen Start-Ziel-Sieg krönte Weltmeister Sebastian Vettel den ersten Formel-1-Lauf in Indien. Souveräne Spitzenleistungen lieferten im Vorfeld auch die Vögele-Fertiger ab. Sie bauten seit Herbst 2010 das kurvenreiche Asphaltband sowie die Peripherie rund um die neue Rennstrecke bei Neu-Delhi ein. Auf dem „Buddh International Circuit“, der ersten Formel-1-Rennstrecke in Indien, punktete das „Team Vögele“ mit vier Super 1800-2 insbesondere durch Zuverlässigkeit und Präzision. Damit die Rennfahrer beim Kampf um Millisekunden eine perfekt ebene Asphaltdecke vorfinden, nutzte die Baufirma Oriental Structure Engineers Ltd. aus Neu-Delhi beim Bau der dreilagigen Asphaltbeton-Konstruktion den Big-Ski für die Nivellierung.

Präziser Einbau und perfekte Nivellierung schaffen ideale Bedingungen für die Rennfahrer.

Präziser Einbau und perfekte Nivellierung schaffen ideale Bedingungen für die Rennfahrer.

Die hohen Ansprüche erfüllten die Vögele-Fertiger mit Leichtigkeit

Der Neuzugang im Formel-1-Rennkalender überzeugt durch einen anspruchsvollen Parcours: Auf 5,1 Kilometern bieten 16 Kurven, Fahrbahnbreiten von 18 bis 20 Metern mit Überhöhungen von bis zu zwölf Prozent und bis zu zehn Prozent Gefälle optimale Möglichkeiten für spannende Überholmanöver und verlangen den Fahrern einiges ab. Um trotz dieser hohen Anforderungen eine Top-Asphaltdecke zu liefern, entschieden sich die Experten von Oriental Ltd. für die Technik von Vögele. Mit den leistungsfähigen Fertigern brachten sie im Laufe eines Jahres eine zweilagige Schottertragschicht und rund 325.000 Tonnen Asphalt auf Parcours und Peripherie auf.

Die Deckschicht besteht aus Spezialasphalt mit Gestein von hoher Polierresistenz. Dadurch bleibt der gute Grip langfristig erhalten.

Die Deckschicht besteht aus Spezialasphalt mit Gestein von hoher Polierresistenz. Dadurch bleibt der gute Grip langfristig erhalten.

Insbesondere beim Bau der eigentlichen Rennstrecke war höchste Präzision gefordert: Die zulässigen Toleranzen für Bindemittelgehalt, Kornfraktion und Ebenheit lagen weit unter denen für deutsche Autobahnen. In puncto Zuverlässigkeit erfüllte Vögele die Erwartungen voll und ganz: „Selbst bei Außentemperaturen über 40 Grad Celsius arbeiteten die Fertiger anstandslos“, berichtet Servicetechniker Ralf Peter von der Baustelle. Bei der Ebenheit wurden die Erwartungen sogar übertroffen. „Mit den beiden Big-Multiplex-Ski erzielte Vögele eine überragende Ebenheit. Die Unebenheiten lagen weitestgehend unter einem Millimeter auf vier Metern“, begeistert sich Asphaltspezialist Dr. Rainer Hart für das Einbauergebnis. Er hat den Asphalteinbau von der Konzeption über die Materialauswahl im Steinbruch bis zum Einbau fachlich betreut.

Indische Partner sind mit Leistung der Wirtgen Group sehr zufrieden

Auch Pankaj Gautam, Gesamtprojektleiter bei Oriental Ltd., fand nur lobende Worte für die Maschinen und das Team der Wirtgen Group: "Dank der Vögele Fertiger und der Anwendungsberatung von Wirtgen India haben wir die extrem geringen Toleranzen sicher unterschritten."

Die Baustelle: „Buddh International Circuit“, Indien
Länge der Rennstrecke: 5,1 km
Breite der Rennstrecke: 18 - 25m
Fahrbahnflächen: ca. 150.000 m²
Peripherieflächen: ca. 600.000 m²
Einbaubreite: 6 m
Einbaudicke: Tragschicht 10 cm
Binderschicht 5 cm
Deckschicht 4 cm
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