Rekordbrecher

In Australien lagern die größten Eisenerzreserven weltweit. Dank der mobilen Anlagenkombination von Kleemann werden im „Ridges Iron Ore Project“ in der Region Kimberley stündlich bis zu 600 Tonnen Eisenerz aufbereitet.

Ridges Iron Ore Project in Kimberley-Region, Australien

Ridges Iron Ore Project in Kimberley-Region, Australien

Das Ridges Iron Ore Project: Über 67 Millionen Tonnen Eisenerz lagern in dieser Mine im Westen Australiens. Aufgrund der weltweit steigenden Stahlnachfrage läuft die Förderung auf Hochtouren. Seit der Eröffnung im Juli 2011 baut die Kimberley Metals Group (KMG) hier jährlich bis zu 1,5 Millionen Tonnen Eisenerz ab. Die Aufbereitung des Materials übertrug der australische Eisenerzproduzent an das Subunternehmen SJ Crushing.

Der Bergbau-Dienstleister wiederum suchte nach einem geeigneten Partner, um die hohen, von der KMG gestellten Anforderungen erfüllen zu können: bis zu 22 Stunden Produktionszeit am Tag, sieben Tage die Woche und eine geforderte Produktionsmenge von 150.000 Tonnen pro Monat. Darüber hinaus erfolgt der Abbau auf einem kleinen Bergrücken mit einem voraussichtlich 2015 erschöpften Vorkommen, was den Einsatz stationärer Anlagen von vornherein unwirtschaftlich gemacht hätte. Nur Kleemann erfüllte mit seinen mobilen Brech- und Siebanlagen alle Anforderungen zu 100 Prozent.

Der MOBICAT MC 125 Z verarbeitet das Material problemlos und bricht es auf ein Zwischenprodukt von maximal 160 Millimeter herunter, das von den drei mobilen Kegelbrechern MOBICONE MCO 13 S auf eine Endkorngröße von maximal zehn Millimeter verarbeitet wird.

Der MOBICAT MC 125 Z verarbeitet das Material problemlos und bricht es auf ein Zwischenprodukt von maximal 160 Millimeter herunter, das von den drei mobilen Kegelbrechern MOBICONE MCO 13 S auf eine Endkorngröße von maximal zehn Millimeter verarbeitet wird.

Auf der bauma München 2007 wurde Steve Crabbe, Direktor und Eigentümer von SJ Crushing, auf den deutschen Spezialisten für mobilen Anlagenbau aufmerksam. Als die Ausschreibung der KMG über das Ridges Iron Ore Project anstand, war Crabbe sich gleich darüber im Klaren, dass er diese nur mit Kleemann als Partner an seiner Seite gewinnen konnte. Neil Fitzpatrick, Projektmanager bei SJ Crushing, erinnert sich an die Zeit der Entscheidungsfindung: „Steve Crabbe brauchte für die Ausschreibung einen klaren Vorteil und diesen Vorteil sah er in den Anlagen von Kleemann mit ihrer robusten Bauart und ihrem diesel-elektrischen Antriebskonzept”, sagt Fitzpatrick. „Die große Herausforderung war für uns, ab Abgabe unseres Angebots sehr schnell eine stabile Produktion von 500 Tonnen pro Stunde zu erreichen.“

„Unsere Wahl fiel auf die Anlagen von Kleemann, weil sie einfach über dem liegen, was normalerweise erhältlich ist“, sagt Neil Fitzpatrick, Projektmanager, SJ Crushing.

„Unsere Wahl fiel auf die Anlagen von Kleemann, weil sie einfach über dem liegen, was normalerweise erhältlich ist“, sagt Neil Fitzpatrick, Projektmanager, SJ Crushing.

Mobilität und optimierte Prozesse als Erfolgsfaktoren

Die Maschinen von Kleemann machten genau das möglich. In enger Zusammenarbeit mit den Kleemann-Experten aus Deutschland entwickelte SJ Crushing eine maßgeschneiderte Lösung für das Ridges Iron Ore Project. Gemeinsam entschieden sie sich für den Einsatz eines mobilen Backenbrechers des Typs MOBICAT MC 125 Z sowie von drei mobilen Kegelbrechern des Typs MOBICONE MCO 13 S. Der Vorteil: Wenn sich die Anforderungen oder die örtlichen Gegebenheiten ändern, können alle Anlagen problemlos versetzt werden – bei einem Projekt wie dem Ridges Iron Ore ist das von entscheidender Bedeutung. Mit der internationalen Zusammenarbeit in der Planungsphase war Fitzpatrick sehr zufrieden: „Wir haben uns mit Wirtgen Australia und Kleemann intensiv ausgetauscht und als Team zusammengearbeitet. Das verhalf dem Projekt innerhalb kürzester Zeit zum Erfolg.“

Im Ridges Iron Ore Project werden dank der in Reihe geschalteten Anlagen Höchstleistungen erzielt. In bis zu vier Brechstufen wird das Eisenerz zu einem hochwertigen Endprodukt verarbeitet.

Im Ridges Iron Ore Project werden dank der in Reihe geschalteten Anlagen Höchstleistungen erzielt. In bis zu vier Brechstufen wird das Eisenerz zu einem hochwertigen Endprodukt verarbeitet.

Ein Blick auf den konkreten Ablauf der Förderung zeigt die Leistung dahinter. Das Eisenerz in der „Ridges Iron Ore Project“-Mine wird zunächst auf dem Bergrücken abgebaut. Der Abbau selbst erfolgt auf zwei Arten: Entweder schneiden Surface Miner das Erz schichtweise von der Oberfläche oder es wird im „Drill and Blast“-Verfahren, also durch Bohren und Sprengen, gewonnen. Anschließend wird das Material per Muldenkipper auf einem zentralen Platz auf Halde gelegt und aufbereitet. Das von Surface Minern gewonnene Eisenerz hat eine Größe von maximal 200 Millimetern. Das gesprengte Material hingegen misst bis zu 1.000 Millimeter in der Länge und weist vereinzelt Druckfestigkeiten von weit über 300 MPa auf. Der MOBICAT MC 125 Z verarbeitet das Material dennoch problemlos und bricht es auf ein Zwischenprodukt von maximal 160 Millimeter herunter, das von den drei mobilen Kegelbrechern MOBICONE MCO 13 S auf eine Endkorngröße von maximal zehn Millimeter verarbeitet wird. Über die Dreidecker-Siebeinheit des Kegelbrechers wird ein Teil des Materials auf die nächste Anlage weitergeleitet. Nur durch diese Reihenschaltung und die perfekt synchronisierten Prozesse kann die von der KMG geforderte Stundenleistung von bis zu 600 Tonnen gewährleistet werden.

Radlader verladen das aufbereitete Eisenerz auf Roadtrains, die es in den 165 Kilometer entfernten Hafen Wyndham transportieren.

Radlader verladen das aufbereitete Eisenerz auf Roadtrains, die es in den 165 Kilometer entfernten Hafen Wyndham transportieren.

Zuverlässiger und umfassender Service nach Projektstart

Seit über einem Jahr laufen die Kleemann-Anlagen in zwei Schichten nahezu rund um die Uhr. Damit die Produktion auch in Zukunft reibungslos weiterläuft, bietet die Wirtgen Group auch nach Produktionsstart eine kontinuierliche Betreuung – das gilt für den technischen Support ebenso wie für regelmäßige Trainings. Laut Neil Fitzpatrick war neben der Mobilität der Anlagen der zuverlässige After Sales Service ausschlaggebend für die Auftragsvergabe an Kleemann. Die australische Wirtgen Group Niederlassung ist dafür optimal aufgestellt: In der westaustralischen Region betreut sie zahlreiche Großkunden, deren Surface Miner 24 Stunden im Einsatz sind. Fitzpatrick schätzt diesen Service sehr: „Die Experten von Kleemann und Wirtgen Australia stehen uns immer mit Rat und Tat zur Seite. Die Serviceleistungen der Wirtgen Group sind vorbildlich.“

Mark Engelhardt, Elektriker beim australischen Bergbaudienstleister SJ Crushing, kümmert sich um die regelmäßige Wartung der eingesetzten Kleemann Brecher.

Mark Engelhardt, Elektriker beim australischen Bergbaudienstleister SJ Crushing, kümmert sich um die regelmäßige Wartung der eingesetzten KLEEMANN Brecher.

Daten und Fakten

Eisenerzabbau Australien  
Gesamtvorkommen (EDR, 2010): 34,5 Gt
Produktionsmenge (2010): 433,5 Mt
Exportmenge (2010): 401,9 Mt
Weltmarktpreis pro Tonne (Oktober 2012): 117 US $
   
Ridges Iron Ore Project  
Einsatzort: Ridges Iron Ore Project, Kimberley, Australien
Abbaumaterial: Eisenerz
Partner: SJ Crushing
Vorhandene Reserven: 67.000.000 t
Jähriche Förderleistung: 1.500.000 t
Voraussichtliches Förderende: 2015
Maschinen im Einsatz: 1 x MOBICAT MC 125 Z
und 3 x MOBICONE MCO 13 S
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