Innovation schützt Tradition.

Zwischen Bingen und Koblenz liegt das rheinland-pfälzische Oberwesel. Wer hier lebt, ist umgeben von historischen Gebäuden vieler Epochen. Viele wohnen in dem idyllischen Städtchen und fahren zur Arbeit in die nahe gelegenen größeren Städte.

Aufgrund der intensiven Nutzung der Bahn durch Anwohner und Touristen nahe der Loreley war den Bau eines Parkplatzes am Bahnhof notwendig geworden. Die Stadtverwaltung beschloss, eine neue 3.500 m² große Park-und-Ride-Anlage zu errichten, die Platz für 100 Pkw bieten soll. In der Nähe des neuen Parkplatzes steht die „Rote Kirche der Liebfrauen“ auf Grundmauern aus dem 14. Jahrhundert, viele Häuser der umliegenden Straßen sind ebenfalls jahrhundertealt.

Den Unterbau für den Parkplatz sollten mehrere Lagen Frostschutzschicht aus gebrochenem Naturstein über einer Schicht aus Sand und Kies bilden. Zu Beginn der Baumaßnahme nutzte der Auftragnehmer für die Verdichtung des Unterbaus einen Walzenzug mit Vibration. Unmittelbar nach Beginn der Bodenverdichtung mussten die Arbeiten eingestellt werden, da sich die Vibration des Walzenzuges so stark im Boden fortsetzte, dass diese deutlich in den benachbarten Häusern zu spüren war und sogar Risse hervorrief.

Um einen termingerechten Abschluss der Baumaßnahme sicherzustellen und mögliche weitere Beschädigungen der Häuser zu vermeiden, entschied sich die Bauleitung für den Einsatz eines 14 t schweren Hamm Walzenzuges vom Typ 3414 HT VIO im Oszillations-Modus. Da der Walzenzug zusätzlich mit Hammtronic ausgestattet ist, war eine besonders leise und sparsame Verdichtung möglich. Die Oszillationstechnik des Hamm Walzenzuges überzeugte nicht nur den Bauleiter: „Nach den Erlebnissen mit der Vibrationswalze waren die Anwohner natürlich sehr kritisch. Sie waren deshalb angenehm überrascht, wie wenig sie von der Verdichtung mit der Hamm Oszillationswalze spürten.“

Die Baustelle: Parkplatz, Oberwesel, Deutschland
Größe der Baumaßnahme: 3.500 m²
EN DE