Leitdrahtloser Einbau

Seitlich schräge Ansicht auf den SP 15i auf einer Landstraße beim Einbau von Bordsteinkanten. Im Hintergrund Ackerflächen und bewaldete Hügel.

Effizienter Betoneinbau in Oregon dank Wirtgen Gleitschalungstechnologie

Für eine neu entstehende Wohnsiedlung in Springfield, Oregon, erstellte das Bauunternehmen Roger Langeliers Construction Co. (RLC) die Bordsteinkanten und Entwässerungsrinnen. Zum Einsatz kam dabei ein Wirtgen SP 15i mit integriertem Autopilot 2.0, der den Bauprozess deutlich beschleunigte und präzise Einbauergebnisse lieferte.

Für die neue Wohnsiedlung in Springfield errichteten die Amerikaner Bordsteinkanten und Rinnenprofile auf einer Länge von mehr als 730 m. Der Wirtgen SP 15i trug zur schnellen Umsetzung der Maßnahme entscheidend bei. Der kompakte Gleitschalungsfertiger kann monolithische Profile bis zu einer Höhe von 1,3 m sowie schmale Betonflächen bis zu 2,1 m Breite einbauen. Damit eignet er sich besonders gut für den Einsatz auf Baustellen, auf denen hohe Manövrierfähigkeit, enge Kurvenradien und große Flexibilität gefragt sind. Die zwei vorderen Kettenfahrwerke mit Parallelogramm-Schwenkarmen und das verschiebbare Kettenfahrwerk ermöglichen durch die flexible Anpassung an die Baustellengegebenheiten einen lückenlosen Einbau.

Leitdrahtloser Profileinbau dank AutoPilot 2.0

Durch die nachträgliche Integration der leitdrahtlosen Maschinensteuerung AutoPilot 2.0 in den SP 15i ließ sich die Baustelle in Springfield besonders zügig und effizient abwickeln. Die Wirtgen Eigenentwicklung ersetzt das aufwändige Vermessen, sowie das Aufspannen und Demontieren von Leitdrähten und das Erstellen eines geodätischen Datenmodells. Dadurch verringert sich der Arbeitsaufwand deutlich und die Kosten sinken spürbar.

Welche Vorteile bietet der AutoPilot 2.0?

Der Wirtgen AutoPilot 2.0 kann Offset- und Inset-Profile noch wirtschaftlicher und präziser erstellen. So lassen sich unter anderem Betonschutzwände, Bordsteine, Verkehrsinseln oder bis zu 3,5 m breite Fahrbahndecken fertigen. Aufwändiges Vermessen, Aufspannen und Demontieren von Leitdrähten entfällt.

Stattdessen arbeitet das 3D-Steuersystem AutoPilot 2.0 mit einem digitalen Datenmodell, das entweder aus bereits vorhandenen Daten besteht oder direkt auf der Baustelle neu erfasst wird. Aus allen gemessenen Punkten errechnet die Software die optimale Verlaufslinie für den Betoneinbau. Zwei an der Maschine montierte GPS-Empfänger kommunizieren mit einer GPS-Referenzstation auf der Baustelle. Das satellitengestützte Navigationssystem (GNSS) steuert die Lenkung und Querneigung des Gleitschalungsfertigers vollautomatisch.

Wirtgen bietet den AutoPilot 2.0 für die Modelle SP 15i, SP 25i und SP 33. Eine Nachrüstung ist ebenfalls möglich.

Im Vordergrund zwei Arbeiter mit dem Field Rover, im Hintergrund der SP 15i.

Für das 3D-Steuerungssystem werden zunächst mit dem Field Rover Messpunkte für den virtuellen Leitdraht festgelegt.

Arbeiter nimmt Kontrollmessung vor.

Nach den Kontrollmessungen wird ein Datenmodell erstellt, mit dessen Hilfe der SP 15i leitdrahtlos einbauen kann.

Blick auf ein Display - die Software hat hier den optimalen virtuellen Leitdraht errechnet.

Aus den gemessenen Punkten errechnet die Software einen optimalen, virtuellen Leitdraht.

Zügiger, präziser Arbeitsablauf senkt die Kosten und steigert die Qualität

RCL setzt auf eine Maschinenausrüstung, mit der sich die Qualitätsziele und Terminvorgaben der Kunden optimal erreichen lassen. Gleichzeitig stehen für das Unternehmen die Bediener im Mittelpunkt: Sie sollen sicher, zügig und komfortabel arbeiten können. Der SP 15i, ist dafür ein gutes Beispiel. Für Bauleiter Thomas Kallai hebt die Integration von AutoPilot 2.0 den Bauprozess noch einmal auf ein neues Level. Durch den leitdrahtlosen Einbau wird der Prozess im Vergleich zu früheren Verfahren nicht nur kostengünstiger, sondern auch schneller und präziser.

Porträt Thomas Kallai, Bau- und Schulungsleiter Roger Langeliers Construction Co. (RLC)

„Wir arbeiten mit einem Wirtgen SP 15i und nutzen zudem den AutoPilot für das gesamte Projekt. Die gut 730 m haben wir in zwei bis drei Stunden vorbereitet. Dann übertragen wir alle Daten auf das Tablet an der Maschine – und schon kann es losgehen.“

Thomas Kallai, Bau- und Schulungsleiter Roger Langeliers Construction Co. (RLC)

Enorme Zeiteinsparung beim Setup

Kallai, der bei RLC seit 2016 zunächst als Maschinenbediener tätig war, arbeitet inzwischen als Bau- und Schulungsleiter. Er ist besonders stolz darauf, wie gut in seinem eingespielten Team ein Rad ins andere greift und dass der Belegschaft mit dem SP 15i alle Arbeitsschritte sicherer und automatisierter von der Hand gehen.

„Müssten wir erst einen Leitdraht ziehen, wären zwei von uns ca. acht Stunden allein mit der Vorbereitung beschäftigt“, schildert Kallai die frühere Situation. Kein Vergleich zu dem, was sein Team an diesem Morgen alles geleistet hat. „Jetzt haben wir für den Arbeitsschritt drei bis vier Stunden gebraucht, aber nur, weil ich noch jemanden einlernen musste. Allein würde ich den Auf- und Abbau wohl sogar in nur zweieinhalb Stunden schaffen. In der Regel sind wir also mindestens 50 Prozent schneller.“

Einfache Bedienung, gute Sichtverhältnisse

Bei der Einbaumannschaft kam die einfache, schnell erlernbare Bedienung der Maschine besonders gut an. Der Bauleiter lobt aber auch die guten Sichtverhältnisse: „Die Bediener haben den vollen Überblick und müssen sich keine Gedanken darüber machen, ob sie eventuelle Hindernisse überfahren. Obendrein hat man mehr Bewegungsfreiheit – und es gibt sogar einen Getränkehalter!“

Dank AutoPilot 2.0 entfällt das aufwändige Vermessen, Aufspannen und Demontieren von Leitdrähten.

Sein Kollege, Bediener Kevin Valentine, kann dem nur zustimmen. „Ich arbeite jetzt seit zwei Jahren mit dem SP 15i“, berichtet er. „Es ist wirklich sehr einfach. Ob Anschalten, Einlernen oder die einfache Bedienung – das schafft jeder wirklich gut.“

Porträt Kevin Valentine, Maschinenbediener bei RCL

„Es ist wirklich sehr einfach. Ob Anschalten, Einlernen oder die einfache Bedienung – das schafft jeder wirklich gut.“

Kevin Valentine, Maschinenbediener bei RCL

Sparsam im Verbrauch, zuverlässig im Einsatz

  • Geringer Kraftstoffverbrauch: „Der geringe Kraftstoffverbrauch macht für uns einen Riesen-Unterschied“, erklärt Kevin Valentine. „Wir schaffen zwei große Jobs an drei Tagen, ohne zu tanken. Im ECO-Mode passt die Maschine den Leistungsbedarf automatisch an, sobald wir den Trimmer oder das Förderband einschalten.“
  • Weniger störanfällig: Valentine ist auch für den ordnungsgemäßen Betrieb des SP 15i zuständig und schätzt die Zuverlässigkeit der Maschine. „Früher mussten wir ständig Diesel-Abgasflüssigkeit (DEF) nachfüllen. Beim SP 15i kommen wir selbst bei Dauereinsatz vier Tage lang mit einer DEF-Füllung aus.“
  • Schneller Schalungswechsel: Für Thomas Kallai ist die Zeitersparnis beim Schalungswechsel, der vor Ort auf der Baustelle erfolgen kann, ein großes Plus. „Die Maschine ist sehr ausbalanciert. Das erleichtert die Anpassung an die jeweilige Arbeitssituation. Der Umbau geht ganz fix“, so Kallai. „Es lässt sich auch alles leicht austauschen. Beim Schalungswechsel greift sich die Maschine die Form. Wir betätigen nur einen Schalter, und schon gleitet die Schalung nahezu von allein auf die Maschine.“

Schnelle Inbetriebnahme und guter Service vor Ort

Thomas Kallai war zunächst etwas skeptisch, als der erste SP 15i – zu diesem Zeitpunkt allerdings noch ohne AutoPilot 2.0 – auf der Baustelle eintraf. Der Wechsel von den bis dato eingesetzten Maschinen hin zur Wirtgen Maschine verlief jedoch vollkommen reibungslos. Das lag auch am umfassenden Support des Wirtgen Teams. „Als die erste Maschine hier ankam, arbeiteten wir mit einem Leitdraht. Zum Glück standen die Servicetechniker von Wirtgen uns einige Tage lang bei der Arbeit zur Seite. Sie erklärten uns nicht nur die Bedienung und Wartung der Maschine, sondern auch die verschiedenen Funktionen.“

Als nach einem Jahr der AutoPilot 2.0 nachträglich in die Maschine integriert wurde, gab es erneut Support vom bewährten Wirtgen Service-Team. „Die Wirtgen Mitarbeiter waren bei mehreren Projekten dabei. Sie zeigten uns den Umgang mit dem System, wie die Maschine zum Lenken oder Anheben eingestellt wird und wie wir Probleme im laufenden Betrieb lösen. Das hat uns enorm geholfen.“

Mehr Infos über Roger Langeliers Construction Co. (RLC)

RCL ist ein zu 100 Prozent mitarbeitergeführtes Unternehmen, das sich auf präzises Einbringen, fachgerechte Endbearbeitung, akkurate Sägearbeiten und die Fugenabdichtung von Portlandzement (PCC) spezialisiert hat. Es steht für höchste Qualität im gewerblichen Hochbau jeglicher Größenordnung und Komplexität und betreibt in den Städten Bend, Coburg, Hillsboro und Medford im Bundesstaat Oregon vier Büro- und Ladenstandorte mit einem umfassendem Serviceangebot. Die treibende Kraft hinter dem Erfolg sind die rund 150 Mitarbeitenden. Sie setzen sich durch regelmäßige Schulungen und gelebte Teamarbeit dafür ein, dass RCL für potenzielle Auftraggeber die erste Wahl ist. Darüber hinaus wird eine Null-Unfall-Strategie verfolgt, die auf Eigenverantwortlichkeit und Verantwortungsbewusstsein für die gemeinsame Sicherheit basiert.

Im US-Bundesstaat Oregon ist RLC seit über 30 Jahren ein gefragter Partner im Gleitschalungsbau. Das 1995 gegründete Unternehmen ist spezialisiert auf die Verarbeitung von Portlandzement und fertigt unter anderem präzise, strapazierfähige Oberflächen für verschiedenste Einsatzbereiche.

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