Gegen den Strom

Ein Interview mit Dirk Auler, Produkttrainer BENNINGHOVEN

Wie erreiche ich eine möglichst hohe Zugabemenge von Altasphalt?

"Im besten Fall splitte ich den Altasphalt wieder in seine ursprünglichen Bestandteile auf. Entsprechend der Sieblinie des gewünschten Endprodukts kann der Altasphalt dann in der Mischanlage wiederverwendet werden. Als Anlagentechnik empfehlen wir „Paralleltrommel mit Heißgaserzeuger im Gegenstromverfahren“. So können Zugabemengen von 90 % + X erreicht werden."

Wie funktioniert das genau?

"Das Recyclingmaterial wird im Gegenstrom erwärmt. Das heißt, das Material fließt in der Trommel der Wärmequelle entgegen. Hierdurch werden höhere Materialtemperaturen bei gleichzeitiger Senkung der Abgastemperatur erzielt. Die Auslauftemperatur von 160 °C entspricht der weiteren Verarbeitungstemperatur, die Abgastemperatur liegt über dem Taupunkt, bei etwa 100 °C. Positiver Effekt für das Weißmaterial: Das Material muss nicht mehr überhitzt gefahren werden, was zu einer deutlichen Energiereduzierung führt.

Das Ganze ist nur möglich durch den Einsatz eines Heißgaserzeugers, denn bei Direktbefeuerung würde das Recyclingmaterial verbrennen und somit unbrauchbar werden. Brenner, Heißgaserzeuger, Trockentrommel, Abscheidehaube und Umluftsystem sind exakt aufeinander abgestimmt."

Wie kann ich sonst beim Asphaltmischen Ressourcen schonen?

"Generell sollte man Materialien zur Asphaltherstellung trocken lagern, die Halden und Zuführbänder vor Regen schützen. Bei der Wiederverwendung von Altasphalt fängt das Thema Feuchtigkeitsreduzierung schon im Fräsprozess an. Der um bis zu 20 % reduzierte Wassereinsatz der WIRTGEN Fräsen sorgt für Energieeffizienz – denn es gilt: –1 % Wasser im Ausgangsmaterial = –1 l Heizöl pro t Asphalt bei der Weiterverarbeitung zu Recycling-Mischgut in BENNINGHOVEN Asphaltmischanlagen."

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