Deckschichteinbau auf der Via Appia in Süditalien, hügelige Landschaft, im Vordergrund arbeitet die W 210 XF.

Juni 2026 | Lesedauer: 4 Min.

Auf den Spuren der Römer

Deckschichtausbau im Süden Italiens mit der Wirtgen W 210 XF

Nur wenige Straßen genießen auf der Welt besondere Berühmtheit – unter anderem die Via Appia in Italien. Heute ist sie als Staatsstraße 7 bekannt und noch immer Teil des italienischen Fernstraßennetzes.

Kartenausschnitt der Via Appia mit Fokus auf die Straßenabschnitte in der Nähe von Miglionico

Bei einem Alter von rund 2.350 Jahren sind hin und wieder Sanierungen notwendig. So auch nahe des Ortes Miglionico in Süditalien. Die Firma Impresa Turlione hat den Auftrag für die Fräsarbeiten dreier Teilstücke übernommen. Im Schatten des Castello del Malconsiglio fanden dabei auch Arbeiten auf und unter einer Brücke statt.

Wirtgen Performance Tracker und
John Deere Operations Center™

Viele Teilstücke der Staatsstraße benötigten eine neue Deckschicht und sollten an einem Tag bearbeitet werden. Um den Überblick über die einzelnen Bauabschnitte nicht zu verlieren, nutzte das Bauunternehmen den Wirtgen Performance Tracker, kurz WPT. Der Vorteil: Mit der zentimetergenauen Erfassung der Baustelle lieferte das intelligente System beste Aufzeichnungs- und Abrechnungsmöglichkeiten. Die Maschinen-Performance wird in Echtzeit an das John Deere Operations Center™ übermittelt, gespeichert und ist somit jederzeit verfügbar. So ist es auch möglich mehrere Baustellen, die an einem Tag bearbeitet wurden, bis ins kleinste Detail zu beleuchten. Egal ob Laufzeit der Maschine, Kraftstoffverbrauch oder bearbeitete Strecke: mit der neuen Jobsite Intelligence der Wirtgen Group werden alle relevanten Daten in Echtzeit erfasst, gesammelt und flexible Endgeräte zur Verfügung gestellt. „Wir nutzen auf jeden Fall das John Deere Operation Center™, weil es uns den Vorteil bietet, am Ende des Tages einen Bericht darüber zu erhalten, was wir mit der Maschine gemacht haben. Gerade in Bezug auf die Dokumentation der geleisteten Arbeit und der dabei verwendeten Ressourcen. Das John Deere Operation Center™ gibt uns die besten Antworten, die wir gesucht haben“, freut sich der Baustellenleiter Gerardo Grippa.

Mehr Komfort für mehr Effizienz

Fokus auf die graue Fahrerkabine

Die W 210 XF ist mit einer verfahrbaren und klimatisierten Kabine ausgestattet. Der Bediener sitzt gut geschützt vor Wind, Regen, Hitze und Schmutz in einer komfortablen Arbeitsumgebung.

Draufsicht auf das Kamerasystem der Kabine.

Die Kabine verfügt über ein 8-fach Kamerasystem, dass mehrere Kamerabilder auf einem 10 Zoll Display darstellt. Die Kameras schalten sich dabei automatisch so, dass immer der Bereich im Display zu sehen, den der Bediener aufgrund der Kabinenposition gerade nicht sehen kann. Zusätzlich werden die Bereiche vor und hinter dem Fräswalzengehäuse und der Verladebereich am Abwurfband gezeigt.

Ansicht der grauen Kabine von schräg unten

Die Kabine kann auf eine Seite der Maschine verfahren werden. Für den Transport wird sie heruntergeklappt, um innerhalb der herkömmlichen Transportmaße zu bleiben.

Gerardo Grippa, Baustellenleiter bei Impresa Turlione, steht im Sonnenschein vor der W 210 XF.

„Die Wirtgen W 210 XF mit der neuen Kabine ermöglicht es dem Bediener, in einer gesünderen Umgebung zu arbeiten. Er ist nur von den Instrumenten umgeben und hat ein 360-Grad-Blickfeld. Das ermöglicht ihm, in jeder Situation zu arbeiten, auch bei schlechtem Wetter oder Sonnenschein, und auch bei weniger günstigen Arbeitsbedingungen.“

Gerardo Grippa, Baustellenleiter bei Impresa Turlione

Die Kehreinheit – neue Option für sauberes Arbeiten

Das Fräsgut der abgetragenen Altasphalt-Fläche wird von der Großfräse direkt in einen LKW verladen. Für ein sauberes Fräsbild hat Wirtgen eine Option entwickelt, die nach Bedarf an die Maschine angebaut werden kann: die Kehreinheit. „Diese Lösung von Wirtgen ermöglicht uns eine erhebliche Zeitersparnis bei der Arbeit der zusätzlichen Kehrmaschine, da wir einen Bediener weniger benötigen und somit nicht unerhebliche Ressourcen einsparen. Außerdem ermöglicht uns die Kehreinheit, die Baustelle bereits während der Arbeit deutlich sauberer zu halten“, erklärt Grippa.

Ein Mittelbesen reinigt die Gesamtfräsbreite und zwei Rundbürsten an den Seiten halten die Fräskanten sauber. Die Steuerung übernimmt das Bodenpersonal. Bei Bedarf wird der Besen für die links- oder rechtsseitige Materialablage gedreht. So steuert der Bediener flexibel die Richtung, damit das Fräsgut in Richtung der nächsten Frässpur abgelegt wird. Die Seitenbesen sind bestens geeignet, den Fahrbahnrand sauber zu halten.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Wo sich vor den Bauarbeiten noch unzählige Risse durch den Asphalt zogen, bietet die frisch gefräste Oberfläche die optimale Grundlage für den neuen Asphalt.

Blick aus Asphaltfläche, die von unzähligen Rissen durchzogen ist.

Vorher: Der Asphalt ist von unzähligen Rissen durchzogen.

Blick auf die sauber abgefräste Fläche.

Nachher: Ein sauberes Fräsergebnis schafft die Grundlage für den Einbau der neuen Deckschicht.

Details und weitere Informationen erhalten Sie auf unseren Produktseiten.

Kaltfräsen