Ausbildung mit Verantwortung

Ansicht von schräg unten auf die Asphaltmischanlage, auf dem Geländer in luftiger Höhe stehen 5 Auszubildende.

September 2026 | Lesedauer: 6 Min.

CORE Aufbau: Von Anfang bis Ende in Azubi-Hand

Unsere Nachwuchskräfte zeigen, was in ihnen steckt. In kürzester Zeit bauen Auszubildende erfolgreich den Prototyp der neuen Asphaltmischanlage CORE auf dem Betriebsgelände von Benninghoven in Wittlich auf. Learning by doing unter realen Bedingungen und mit allen Herausforderungen der mechanischen wie auch der elektrischen Montage, die ein solches Projekt mit sich bringt.

Ein ungewöhnliches Projekt und ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie die Wirtgen Group ihren Nachwuchs fordert und fördert: Vier angehende Industrie- und Konstruktionsmechaniker sowie fünf Auszubildende zum Elektroniker erhielten zum ersten Mal die volle Verantwortung für den Aufbau einer Asphaltmischanlage. Anlass hierfür war der Produktlaunch der neu entwickelten CORE im Juni 2026 im Werk Benninghoven. Um den geladenen Gästen aus aller Welt die Funktionen und Vorteile der Produktneuheit aus nächster Nähe zu präsentieren, wurde die Anlage vollständig auf dem Betriebsgelände aufgebaut – ein Novum in der Unternehmensgeschichte.

Ansicht der CORE, im Hintergrund eine hügelige Waldlandschaft mit See.

Die CORE – durch und durch neu gedacht

Die neue Anlagengeneration bricht mit alten Denkmustern und stellt die Anforderungen der Anlagenbetreiber nach dauerhafter Wirtschaftlichkeit, Planungssicherheit und Investitionsperspektive in den Fokus. Die Entwickler haben sich den gesamten Prozess der Anlagenherstellung bis hin zum Transport, der Montage und Inbetriebnahme genau angeschaut und an zahlreichen Stellschrauben gedreht. Das Ergebnis ist eine optimierte Lösung, die zuverlässige Performance mit geringeren Gesamtbetriebskosten verbindet. Eine Anlage mit klar definierter Optionsvielfalt, State-of-the-Art-Technologien und einem zukunftsweisenden Design-, Transport- und Montagekonzept.

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Anpacken, gestalten und mit der Verantwortung wachsen

Unter Anleitung erfahrener Richtmeister, die sich bei der Betreuung abwechselten, führten die Nachwuchskräfte sämtliche Montage- und Installationsarbeiten eigenständig durch und sammelten dabei wertvolle Praxiserfahrung. „Ich habe hier sehr viel Verantwortung übertragen bekommen“, erzählt Colin. Gemeinsam mit seinen Kollegen Philipp und Niklas macht er eine Ausbildung zum Elektroniker bei Benninghoven und ist von dem neuen Projekt begeistert. „Wir sind sehr selbstständig und arbeiten in großen Teilen alleine. Aus dem Projekt kann ich viel für mein weiteres Berufsleben mitnehmen.“ Und Nico, bei Benninghoven im dritten Ausbildungsjahr als Industriemechaniker tätig, ergänzt: „Für mich ist es etwas sehr Besonderes, bei so einem Projekt mitarbeiten zu dürfen. Man erhält den besten Einblick bei der Montage und kann schon einmal sehen, ob man in die Abteilung passt oder nicht.“

Colin Mieth, Auszubildender im Fachbereich Elektronik bei Benninghoven in luftiger Höhe auf der CORE.

„Das Wissen, das man hier vermittelt bekommt, ist mega. Das kriegt man nirgendwo so vermittelt wie hier.“

Colin Mieth, Auszubildender im Fachbereich Elektronik bei Benninghoven

Früh einbinden und gemeinsam profitieren

Es ist für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation: Die Auszubildenden konnten ihr erlerntes Wissen unter realen Bedingungen anwenden und aktiv an einem spannenden Projekt mitarbeiten. Durch die frühzeitige Einbindung in komplexe Projekte erwerben sie wichtige Kompetenzen für zukünftige Montageeinsätze, während zugleich wertvolles Know-how aufgebaut und langfristig im Unternehmen gesichert wird.

Die Montage: Easy doing, auch für Azubis

Das neu gedachte Montagekonzept der CORE ermöglicht einen besonders schnellen und sicheren Auf- und Abbau der Anlage.

Hebebühne mit Azubis in der CORE Anlage

Wie anwenderfreundlich das Konzept in der Praxis ist, zeigte sich eindrucksvoll beim Aufbau durch unsere Auszubildenden. Obwohl ihnen Richtmeister begleitend und beratend zur Seite standen, stellt ein Projekt dieser Größenordnung doch eine besondere Herausforderung dar. Schließlich sollte der Aufbau der Anlage pünktlich fertig werden.

Auszubildender bei Schaltschrankarbeiten auf der oberen Ebene der CORE.

Dass sie die Aufgaben so sicher und gut auch unter Zeitdruck meisterten, unterstreicht die Montagefreundlichkeit des Konzepts. Die klar strukturierte, leicht verständliche und sehr detaillierte Montageanleitung, die jeden Arbeitsschritt nachvollziehbar beschreibt, bot dabei große Unterstützung.

Auszubildender auf Hebebühne auf der CORE.

„Da wir noch nicht ausgelernt haben, war die Idee, die Position des Kunden oder eines branchenfremden Montageteams einzunehmen und zu prüfen, ob die Anlage mit den vorhandenen Montageanleitungen und ohne viel Vorwissen aufgebaut werden kann. Damit konnten wir verdeutlichen, wie leicht die Montage ist“, berichtet Philipp.

Niklas Koble, Auszubildender im Fachbereich Elektronik, steht vor der CORE.

„Das ist schon was Besonderes. Ich kenne keine Firma, die ihren Azubis so etwas überhaupt ermöglichen kann.“

Niklas Koble, Auszubildender im Fachbereich Elektronik, im dritten Ausbildungsjahr bei Benninghoven.

Zwischen Kabeln und Kränen; jeden Tag neue Herausforderungen

Colin und Niklas schildern ihren Tagesablauf: „Am Morgen treffen wir uns erst einmal alle in unserem Container, besprechen die Ziele für heute und verteilen die Montagepläne. Dann machen wir meist in Zweiergruppen die Vorbereitungen: Kabel ziehen, verlegen, raussuchen, zusammenbauen usw. Danach gibt es ein gemeinsames Frühstück und im Anschluss daran beginnen die Hauptaufgaben.“ Typische Aufgaben für die Elektriker sind beispielsweise, die Schaltschränke anzuschließen und neue Leitungen zu ziehen, während die Industriemechaniker die Fundamente stellen und mit dem Kran die Bauteile in die Höhe setzen und montieren.

„Mein Plan war es, nach der Ausbildung eventuell als Monteur zu arbeiten – und das hat sich jetzt durch die Arbeiten an der CORE bestätigt.“

Niklas Koble, Auszubildener zum Elektroniker bei Benninghoven

Nachwuchsförderung als Investition in die Zukunft

Wie in der gesamten Wirtgen Group hat die Ausbildung von Nachwuchskräften auch bei Benninghoven einen hohen Stellenwert. Durch eine fundierte, praxisnahe und verantwortungsvolle Ausbildung werden Talente gefördert und dem Nachwuchs die Möglichkeit gegeben, seine Fähigkeiten auszubauen. Gleichzeitig entsteht die Chance, kommende Fachkräfte eng an das Unternehmen zu binden.

Das Angebot bei Benninghoven reicht von technischen und kaufmännischen Ausbildungsberufen bis hin zu dualen Studiengängen. Ein ganzheitliches Ausbildungskonzept mit intensiver Betreuung, das neben den theoretischen Grundlagen viele Einblicke in spannende Praxisprojekte gibt und gute Entwicklungsmöglichkeiten bietet. So schwärmt Niklas begeistert: „Im zweiten Lehrjahr durfte ich sogar mit nach Norwegen fliegen, um dort eine Anlage aufzubauen.“

Das „über den Tellerrand blicken“ ist auch beim CORE Projekt eine wertvolle Bereicherung und bietet Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und als Team zusammen zu wachsen. „Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Ausbildungsberufen ist immer spannend“, erzählt Colin. „Man lernt viel von den anderen Seiten, wovon ich vorher nichts wusste.“ Neben dem Stolz, an einem solchen Projekt mitwirken zu dürfen, war die Arbeit an der Anlage auch richtungsweisend für die Zukunft. Niklas bestätigt: „Mein Plan war es, nach der Ausbildung eventuell als Monteur zu arbeiten – und das hat sich jetzt durch die Arbeiten an der CORE bestätigt.“

Gesamtansicht der CORE Anlage

Ausbildung in einem starken Team

An den Standorten unserer deutschen Produktmarken bilden wir in vielen, verschiedenen Berufen aus und bieten auch duale Studiengänge an.

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