Die geballte Kompetenz der Wirtgen Group bei Kutter
Das Bauunternehmen Kutter setzt beim Recycling von Ausbauasphalt auf eine durchdachte Prozesskette. Eine zentrale Rolle spielt dabei ein Anlagenzug von Kleemann, der die Aufbereitung des gefrästen Materials präzise, leistungsstark und wirtschaftlich gestaltet. Gleichzeitig profitiert Kutter vom Komplettangebot der Wirtgen Group.
Kutter bietet alle Dienstleistungen rund um Straßen- und Hochbau. Das Unternehmen hat eigene Asphaltwerke, macht Fräsdienstleistungen für den Rückbau sowie Aufbereitung und Recycling der anfallenden Materialien. Seit Jahren verfolgt das Unternehmen die Strategie, Ausbauasphalt als hochwertigen, vollständig wiederverwendbaren Rohstoff zu behandeln. Die Kombination aus präziser Trennung des abgenommenen Straßenbelags, Aufbereitung und Neueinsatz ermöglicht es, den Materialkreislauf nahezu vollständig zu schließen. Simone Eichiner, Leiterin Asphaltmischanlagen bei Kutter betont, dass die Aufbereitung in diesem Kontext auch ein wesentlicher wirtschaftlicher Faktor ist: „Asphalt lässt sich komplett wiederverwerten. Wir nutzen diese Möglichkeit konsequent. Damit reduzieren wir Kosten und machen uns zudem unabhängig von externen Lieferanten.“
Die Wirtgen Group mit Wirtgen, Vögele, Hamm, Kleemann und Benninghoven, bietet Kutter das vollständige Maschinen- und Anlagenportfolio aus einer Hand. Dabei hat das Unternehmen Kutter vor allem die Anwendungsberatung über die einzelnen Marken hinweg zu schätzen gelernt. „Dieses Zusammenspiel optimiert den Gesamtprozess. In der Beratung wird über den Tellerrand geschaut. Die Anwendung steht im Fokus und nicht Einzelprodukte. Das hat sich als enormen Vorteil erwiesen“, so Simone Eichiner. „Der technische Support, die schnellen Ersatzteillieferungen, die Schulungen für digitale Tools, da greift alles sehr gut ineinander.“
„Brecher und Siebanlage liefern ein Material, was reduzierte Feinanteile besitzt und die Anforderungen der gewünschten Sieblinie besser erfüllt. Das ist für normgerechte Asphaltmischungen wichtig. Zudem reduzieren der geringe Kraftstoffverbrauch bei gleichzeitig gestiegenen Stundenleistungen die Betriebskosten.“
Simone Eichiner, Leiterin Asphaltmischanlagen bei Kutter
Mit dem neuen Kleemann Anlagenzug bestehend aus Grobstücksiebanlage MOBISCREEN MSS 502 EVO, Prallbrecher MOBIREX MR 100 NEO und Haldenband MOBIBELT MBT 20 können nun homogene Fraktionen aufbereitet werden – so entstehen Zuschlagstoffe, die den Normanforderungen für den Wiedereinsatz im Asphaltmischgut entsprechen. Der Anlagenzug reiht sich in den Kreislauf ein: Das Zusammenspiel beim Asphaltrecycling beginnt mit dem selektiven Fräsen. Deck-, Binder- und Tragschicht werden mit Wirtgen Fräsen, wenn es der Auftrag zeitlich zulässt, getrennt ausgebaut, was die Qualität des Recyclingmaterials erhöht. Nach dem Sieben und Brechen mit dem Kleemann Anlagenzug kommt das Material in die Asphaltmischanlagen. Hier wird das aufbereitete Material Teil des neuen Asphaltmischguts. Maschinen von Vögele und Hamm schließen den Kreis mit Einbau und Verdichtung. So ergibt sich vom Ausbau über die Aufbereitung bis hin zur Wiederverwendung ein stimmiger, effizienter Kreislauf.
Die neue Kraft im Team: Der Kleemann Anlagenzug
Den neuen Kleemann Anlagenzug hat Kutter im Allgäu nahe Memmingen im Einsatz. Zuerst wird der ausgebaute Asphalt auf die Grobstücksiebanlage aufgegeben. Aufgrund der Lagerung entstandene große Schollen (> 500 mm) aus dem Fräsgutmaterial werden vorher etwas zerkleinert. Der Gesamtprozess sieht wie folgt aus:
So entstehen homogene Endprodukte, welche der Asphaltmischanlage mit maximaler Zugaberate zugeführt werden.
Simone Eichiner ist mit der Leistung sehr zufrieden: „Brecher und Siebanlage liefern ein Material was reduzierte Feinanteile besitzt und die Anforderungen der gewünschten Sieblinie besser erfüllt. Das ist für normgerechte Asphaltmischungen wichtig. Zudem reduzieren der geringe Kraftstoffverbrauch bei gleichzeitig gestiegenen Stundenleistungen die Betriebskosten.“ Für das Großunternehmen mit verschiedenen Standorten ist es auch von Vorteil, dass die mobilen Kleemann Anlagen schnell umsetzbar sind und sich unterschiedlichen Baustellenbedingungen anpassen.
Der Kleemann Anlagenzug verarbeitet bis zu 240 Tonnen pro Stunde. Nach der Zerkleinerung im Brecher wird das Material in zwei definierte Endkörnungen getrennt: 0–11 mm für Deck- und Binderschichten und 0–22 mm für Trag- oder Binderschichten. Beide Fraktionen werden dem Asphaltmischwerk zugeführt und dort im neuen Mischgut eingesetzt.
Thomas Guggenmoos, Anwender an der Maschine, freut sich über die gute Handhabung und schnelle Brecheröffnung dank Lock & Turn Quick Access: „Das System ermöglicht eine schnelle und sichere Öffnung des Brechers für Wartung und Kontrolle, das bewährt sich im täglichen Einsatz wirklich. Wir haben wenig Stillstand und sparen Zeit und Nerven. Insgesamt ist der Zugang zu zentralen Wartungspunkten wirklich sehr gut.“
Auch SPECTIVE CONNECT bewährt sich vor Ort. Die digitale Anwendung liefert Echtzeitinformationen zu Verbrauch, Produktionsleistung, Auslastung und möglichen Störungen. Durch die präzise Fehlerlokalisierung lassen sich Unterbrechungen im laufenden Betrieb deutlich schneller beheben. Thomas Guggenmoos sieht darin einen klaren Vorteil: „Der Anlagenzustand kann vom Bagger- oder Radladerfahrer jederzeit eingesehen werden - das macht alles effizienter und vermeidet unnötige Wege und Unterbrechungen.“
„Der Lock & Turn Quick Access ermöglicht eine schnelle und sichere Öffnung des Brechers für Wartung und Kontrolle, das bewährt sich im täglichen Einsatz wirklich. Wir haben wenig Stillstand und sparen Zeit und Nerven. Insgesamt ist der Zugang zu zentralen Wartungspunkten wirklich sehr gut.“
Thomas Guggenmoos, Anwender an der Maschine
Für Kutter ist das Materialrecycling ein zentraler Faktor. Durch die Aufbereitung vor Ort sind weniger Transportfahrten nötig, was die Kraftstoff- und Fahrzeugkosten sowie den CO₂-Ausstoß reduziert. Durch den Einsatz von Recycling-Asphalt wird deutlich weniger Neumaterial benötigt, was zu geringeren Bitumenkosten führt. Simone Eichiner wirft den Blick in die Zukunft: „Recycling wird weiter an Bedeutung gewinnen, da gesetzliche Vorgaben den Einsatz von aufbereitetem Material vorantreiben und gleichzeitig wirtschaftliche Vorteile entstehen.“
Die Zusammenarbeit mit der Wirtgen Group hat sich für Kutter bewährt: „Es geht ja nicht nur um die Leistung einzelner Maschinen. Entscheidend ist der Blick aufs Ganze vom Ernten des RC-Materials bis zum fertigen Asphalt“, so Simone Eichiner. Bei Kutter gelingt das heute: von der Optimierung der Materialtrennung über die Abstimmung des Brech- und Siebprozesses bis hin zur Produktion des neuen Asphalts und dessen Einbau.
Daten und Fakten