Hinter einem Berg aus aufbereiteten Recycling-Baustoffen steht eine Kleemann Anlage.

Baustoffrecycling heute

Die Baubranche steht vor der Aufgabe, den zunehmenden Materialbedarf mit den Zielen einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft zu vereinbaren. Eine Schlüsselrolle nimmt dabei das Baustoffrecycling ein, das die Reduzierung von CO₂-Emissionen möglich macht. Kleemann leistet mit seinen mobilen Brech- und Siebanlagen einen entscheidenden Beitrag, um hochwertige Recycling-Baustoffe effizient und wirtschaftlich herzustellen.

Laurin Winter, Produktmanager für Prallbrecher bei Kleemann: Blonder, junger Mann in Büro-Outfit steht neben Kleemann-Logo und lächelt in die Kamera.

„Je höher der Aufwand in der Materialaufbereitung durch Brechen, Sieben, Sichten oder Waschen, desto hochwertiger sind die entstehenden Recyclingbaustoffe.“

Laurin Winter, Produktmanager für Prallbrecher bei Kleemann

Grundlagen der Wiederverwertung

Downcycling, Recycling und Upcycling präsentieren die Güte des wiedergewonnenen Materials. Downcycling beschreibt die Wiederverwendung von Materialien mit niedrigerer Wertigkeit, etwa wenn hochwertiger Betonbruch lediglich als Füllmaterial dient. Recycling hingegen zielt auf die Rückgewinnung gleichwertiger Baustoffe ab, die ähnliche Eigenschaften wie Primärmaterialien besitzen. Beim Upcycling kann das Material durch gezielte Aufbereitung und innovative Verfahren sogar eine höhere Wertigkeit erreichen als zuvor. „Generell gilt: Je höher der Aufwand in der Materialaufbereitung durch Brechen, Sieben, Sichten oder Waschen, desto hochwertiger sind die entstehenden Recyclingbaustoffe,“ erklärt Laurin Winter, Produktmanager für Prallbrecher bei Kleemann. Moderne Technologien von Kleemann ermöglichen hier eine präzise Trennung und Aufbereitung, wodurch hochwertige Endprodukte entstehen, die vielfach wieder im Infrastrukturbau eingesetzt werden können.

Die Kleemann Anlagen zeigen wie es geht: Je höher der Aufwand in der Materialaufbereitung durch Brechen, Sieben und Sichten, desto hochwertiger sind die entstehenden Recyclingbaustoffe.

Vom Abfall zum Wertstoff

Bauschutt, bestehend aus Beton, Mauerwerk, Asphalt und anderen mineralischen Bestandteilen, stellt den größten Anteil des Bauabfalls in Deutschland dar. „Am Beispiel von unserem Prallbrecher MOBIREX MR 130 PRO kann man schön aufzeigen, wie effizientes Bauschuttrecycling abläuft: Der Brecher kombiniert hohe Brechleistung mit energieeffizienter Antriebstechnik und integriertem Staub- und Lärmschutz. Hinzu kommen spezielle Optionen, die auf das Recycling ausgerichtet sind“, so Laurin Winter. Die Brechanlage kann beispielsweise mit einem Magneten zum Eisenaustrag, einer Nachsiebeinheit zur Klassierung zweier Endprodukte sowie Windsichtung für ein sauberes Endprodukt ausgestattet werden. Das Ergebnis sind qualitativ hochwertige RC-Baustoffe, die sich je nach Klassierung für den Straßenunterbau, den Leitungsgrabenbau und sogar für Betonrezepturen eignen. Für die Klimabilanz der Baustellen ein enormer Beitrag zur Ressourcenschonung und eine geringere Anzahl der Transportwege.

Alte Straßenbeläge neu genutzt

Im Bereich Asphaltrecycling kommen direkt mehrere Produkte der Wirtgen Group zum Einsatz. Alte Straßenbeläge abfräsen, zerkleinern, sieben und als Recyclingsplitt oder Granulat im Mischprozess verwenden – hier arbeiten Wirtgen Fräsen mit Kleemann Brechanlagen und Benninghoven Asphaltmischanlagen in einem Production System zusammen. Die präzise Kornaufbereitung ermöglicht, dass bis zu 100 % des aufbereiteten Materials wiederverwendet werden können.

Grenzen erkennen und überwinden

Trotz der hohen technischen Qualität stoßen Recyclingbaustoffe derzeit noch auf gesetzliche Grenzen. Zwar zeigen Untersuchungen, dass Rezyklate physikalisch und mechanisch oft mit Primärmaterialien vergleichbar sind, doch als Zuschlagstoffe sind sie in vielen Bereichen durch Normen und Richtlinien limitiert.

Hinzu kommt, dass die Akzeptanz von Recyclingbaustoffen insbesondere in öffentlichen Ausschreibungen noch hinter den Möglichkeiten zurückbleibt. Hier braucht es ein Umdenken, um die Potenziale der Kreislaufwirtschaft voll auszuschöpfen.

„Gerade in Ländern, in denen natürliche Rohstoffvorkommen nur noch begrenzt vorhanden sind, ist das Recycling von Baurestmassen eine sinnvolle und notwendige Ergänzung, um den Bedarf an Material zu decken,“ resümiert Laurin Winter.

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