MOBICONE MCO 90i EVO2 im ersten Praxiseinsatz

Neuer Kegelbrecher produziert erstklassigen Gleisschotter und Edelsplitte

Für das wirtschaftliche Recycling und die Produktion von hochwertigem Schotter und Edelsplitten hat die Unternehmensgruppe Erdtrans in einen mobilen Kegelbrecher MOBICONE MCO 90i EVO2 von Kleemann investiert. Seit Sommer 2021 recycelt die weltweit erste Anlage dieses Typs vor allem Gleisschotter. Dem Kegelbrecher nachgeschaltet ist eine Siebanlage MOBISCREEN MS 953 EVO. Beide Maschinen überzeugen in Sachen Qualität und Leistung – als Einzelgeräte und im Team.

Damit Züge schnell und sicher fahren können, muss das Schotterbett unter den Bahngleisen regelmäßig instandgehalten werden. An das Material werden hohe Anforderungen gestellt, denn in einem hochwertigen Schotterbett verkrallen sich die Steine mit ihren scharfen Kanten zu einer stabilen Unterlage. Zudem verleiht nur das passende Material dem Gleiskörper die nötige Elastizität und sorgt für einen ungehinderten Abfluss von Regenwasser. Über Lizenzen für die Gleisschotter-Lieferanten stellt die Deutsche Bahn (DB) sicher, dass das verwendete Material den Anforderungen entspricht. Auch die Erdtrans Unternehmensgruppe mit Sitz in Zossen und Trebbin bei Berlin besitzt seit Jahren eine entsprechenden DB-Produktqualifikation, denn "wir recyceln oder verarbeiten alles, was unterhalb der Schiene liegt", erläutert Michael Schwarzer, Erdtrans-Geschäftsführer in zweiter Generation.

Kleemann Kegelbrecher MCO 90i EVO2: Recycling und Aufbereitung von Gleisschotter

Besonders für die Verarbeitung von Gleisschotter hat das Unternehmen 2021 in einen neuen Kegelbrecher MOBICONE MCO 90i EVO2 von Kleemann investiert. Entsprechend verarbeitet die Anlage überwiegend vorgebrochenes und gesiebtes Material. Darunter befinden sich größere Mengen Neuschotter, die zur Wiederverwendung aufbereitet oder zu Edelsplitten gebrochen werden. Das so gewonnene aufbereitete Material wird bei der Herstellung von Schottertrag- und Frostschutzschichten sowie in Korngemischen für die DB AG verwendet. In allen Fällen werden hohe Anforderungen an die Endprodukte gestellt.

Tolles Produkt

Kleemann Brecher MCO 90i EVO2 erfüllt Anforderungen an hohe Qualität

Für Gleisschotter aus Hartgestein ist die Schärfe der Kanten ein wesentliches Qualitätskriterium. Sie sorgt letztlich dafür, dass sich der Schotter im Gleisbett gut verkanten kann. Dass die MOBICONE MCO 90i EVO2 die Anforderungen an Form und Größe erfüllt, hat sie vor dem Kauf bei einem Test in Zossen eindrucksvoll bewiesen: "Qualität und Leistung haben so gut gepasst, dass wir keine andere Anlage mehr testen mussten", berichtet Michael Schwarzer.

„Qualität und Leistung haben so gut gepasst, dass wir keine andere Anlage mehr testen mussten.“

Michael Schwarzer, Geschäftsführer Erdtrans

MCO 90i EVO2 ermöglicht geschlossenen Materialkreislauf

Ein Qualitätsaspekt ist die Einhaltung der eng gesteckten Toleranzen für die Korngrößen. So ist der Brecher ausgerüstet mit einer Überkornrückführung. Aus dem Eindeckerklassiersieb kann das Überkorn über ein Rückführband wieder in den Aufnahmetrichter transportiert und damit in einem geschlossenen Materialkreislauf verarbeitet werden. Die große Siebfläche mit optimaler Siebausnutzung ermöglicht dabei eine effektive Absiebung auch bei Körnungen unter 20 mm.

Erfolgreich im Team mit der Kleemann Siebanlage MOBISCREEN MS 953 EVO

Zur Separierung anderer Korngrößen hat Erdtrans dem Kegelbrecher eine Siebanlage MOBISCREEN MS 953 EVO nachgeschaltet. Das Klassiersieb verfügt über große Siebflächen. Das garantiert einen hohen Durchsatz auch bei kleinen Endkörnungen. Durch das Anlagendesign und die Gesamtkonzeption eignen sich diese Siebanlagen ideal zur Verkettung mit den Kleemann-Brechern. Das führt zu hohen Tagesleistungen, die Bauingenieur und Betriebswirt Schwarzer bestätigt: "Von Anfang an sind wir sehr zufrieden. Die Qualität überzeugt und die Leistung ist so hoch wie erwartet."

Der Kegelbrecher MOBICONE MCO 90i EVO2 nutzt das Continuous Feed System (CFS). Diese Beschickungsregelung von Kleemann überwacht per Ultraschallsonde den Brecherfüllstand sowie weitere Parameter. Damit wird die Auslastung des Brechers optimiert.

Linienkopplung von Kleemann Brecher und Siebanlage spart Ressourcen und entlastet Personal

Ein Erfolgsfaktor ist dabei die Linienkopplung: Sie stabilisiert über eine automatische Regelung das Zusammenspiel von Brecher und Siebanlage. Beide Geräte arbeiten zwar unabhängig voneinander, senden aber bei Störungen oder Überfüllungen Signale an die vor- bzw. nachgeschaltete Komponente. Für Michael Schwarzer bringt diese Lösung entscheidende Vorteile beim Umweltschutz und dem Personalbedarf mit sich: "Die automatische Abschaltung bei Störung oder Überlauf erfolgt schnell und zuverlässig. Damit vermeiden wir unnötige Emissionen der vor- bzw. nachgeschalteten Einheit. Alleine damit sparen wir Kraftstoff und eben auch Emissionen. Außerdem wird das Personal entlastet. Das ist uns wichtig, da gute Fachkräfte rar sind. Deshalb ist es für uns von Vorteil, wenn eine Person die gesamte Anlage betreiben kann. Das ist dank der Linienkopplung möglich."

Außerdem vermeidet die Linienkopplung übermäßigen Verschleiß und Schäden an den Anlagen: Sobald irgendwo am Anlagenzug ein Not-Halt gedrückt wird, fahren alle Maschinen geordnet runter. Das vermeidet Beschädigungen und Überlastungen. Unter dem Strich führt das zu einer hohen Verfügbarkeit und Leistung bei geringem Verschleiß.

„Durch die automatische Abschaltung bei Störung oder Überlauf vermeiden wir unnötige Emissionen, sparen Kraftstoff und entlasten das Personal.“

Michale Schwarzer, Geschäftsführer Erdtrans

SPECTIVE CONNECT verschafft Flexibilität

Auch das Bedienkonzept SPECTIVE mit der neuen digitalen Lösung "SPECTIVE CONNECT" trägt bei zur Effizienz. So ist bereits die Benutzerführung über das 12-Zoll große Touchpanel am Brecher sehr einfach und klar. SPECTIVE CONNECT macht die Daten zusätzlich auch im Umfeld des Brechers verfügbar, denn es überträgt alle wichtigen Maschineninformationen per WLAN im Umkreis von ca. 100 m auf ein Smartphone mit der SPECTIVE CONNECT App. So können sich zum Beispiel Radladerfahrer oder Standortmanager über den Status, die Leistung der Anlage oder Verbrauchswerte informieren und Fehlermeldungen einsehen. "Die Anzeige der Maschinendaten auf dem Handy finden wir sehr hilfreich. Damit hat unser Radladerfahrer die aktuellen Daten immer im Blick, ohne dass er ständig direkt an der Anlage sein muss. Das verschafft ihm ein hohes Maß an Flexibilität."

Einfacher Werkzeugwechsel beim Kleemann Kegelbrecher

Um maximale Verfügbarkeit zu erzielen, legt Erdtrans auch Wert auf den Service durch Wirtgen Deutschland, denn "die Servicequalität ist überzeugend. Ein entsprechender Servicevertrag erleichtert uns die Arbeit und wir sind sicher, dass alles rechtzeitig erledigt wird." Der Umfang der Arbeiten kann genau festgelegt werden. So erledigt das Team von Erdtrans den Wechsel eines der wichtigsten Verschleißteile, dem Kegel, in Eigenregie: "Beim ersten Kegelwechsel gab es eine sehr gute Einweisung. Dabei haben wir gesehen, dass wir das gut selbst machen können." Erleichtert wird der Werkzeugwechsel bei Kleemann Kegelbrechern, weil er ohne Vergussmasse erfolgt.

Michael Schwarzer, Geschäftsführer Erdtrans, am Kleemann Kegelbrecher MCO 90i EVO2.

„Wir werden sehr gut betreut.“

Michael Schwarzer, Geschäftsführer Erdtrans

Mit der Unterstützung durch Kleemann bzw. Wirtgen Deutschland ist Michael Schwarzer äußerst zufrieden. "Wir werden sehr gut betreut und erleben, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Service und im Vertrieb sich für uns als Kunde einsetzen und uns unterstützen. Das ist bei weitem nicht üblich."

Mehr Recycling ist möglich

Nach den ersten sechs Monaten ist Erdtrans-Geschäftsführer Schwarzer hochzufrieden mit der neuen Kleemann-Anlage. Nun bedauert er noch mehr als vor dem Kauf, dass "nicht mehr Recycling-Material in Schotterbetten verwendet wird. Der Einsatz von Neumaterial ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Der neue Brecher zeigt deutlich, dass wir mit moderner Maschinentechnik Gleisschotter und andere Produkte höchster Qualität sehr gut aus Recyclingmaterial herstellen können."