Starker Nachwuchs

Diesmal wartete eine besondere Aufgabe auf die 39 gewerblichen Auszubildenden des zweiten Lehrjahres der WIRTGEN GROUP: Sie übernahmen die Verantwortung für die Geländeoptimierung zu den WIRTGEN Road Technology Days 2014.

Dies spiegelt den hohen Stellenwert wider, den die Ausbildung in der gesamten WIRTGEN GROUP einnimmt. Das inhabergeführte Unternehmen ist stolz darauf, dass rund ein Drittel des Mitarbeiterstammes im eigenen Hause in anerkannten Lehrberufen ausgebildet wurde. „Wir legen Wert darauf, dass unsere Auszubildenden nicht nur die Maschinen ihres Ausbildungsbetriebes beherrschen, sondern bereits früh die Synergien im Unternehmensverbund verstehen und die intensive Zusammenarbeit der WIRTGEN GROUP Produktmarken kennen lernen“, erklärt der Ausbildungsleiter der WIRTGEN GmbH, Helmut Hecking. Und Josef Dill, Ausbildungsleiter der HAMM AG, ergänzt: „Deshalb veranstalten wir jedes Jahr – immer an wechselnden Standorten in einem der Stammwerke der WIRTGEN GROUP – die Azubi-Technologietage, bei denen die gewerblichen Auszubildenden aller WIRTGEN GROUP Firmen gemeinschaftlich eine unternehmensübergreifende Aufgabe lösen.“

Asphalt weg, Deckschicht drauf

Während der beiden letzten Veranstaltungen bei der Joseph VÖGELE AG und der WIRTGEN GmbH bestand die Aufgabe jeweils in einer Straßensanierung im Umfeld der Stammwerke. In diesem Jahr verband HAMM als Ausrichter der Azubi-Technologietage das Angenehme mit dem Nützlichen: Im September 2014 standen die WIRTGEN Road Technology Days mit rund 3.000 Besuchern aus der ganzen Welt an. Für dieses Event musste das Gelände für die Live Demos vorbereitet werden. Schadhaften Asphalt abtragen und eine neue Deckschicht einbauen – ein idealer Job für die Azubis der WIRTGEN GROUP!

Florian Seifert und Robert Schultheis (re) von Wirtgen haben die W 100 Fi voll im Griff.

Zunächst waren die Auszubildenden von WIRTGEN an der Reihe: 13 Industriemechaniker, 4 Elektriker und ein Produktdesigner mit ihren beiden Kleinfräsen W 50 und W 100 Fi. Unter erschwerten Bedingungen – denn das Wetter hatte kein Einsehen – wurden auf einer Breite von 6 m und über eine Länge von 210 m insgesamt 12 cm (4 cm Deckschicht und 8 cm Tragschicht) abgefräst, unter fachkundiger Beobachtung der Kollegen.

Es fühlt sich gut an, die Fräse, die wir Azubis sonst nur aus der Fertigung kennen, auf der Baustelle zu sehen. Durch den Baustellenablauf bekommen wir einen guten Einblick in das Gesamtpaket Straßenbau.
Robert Schultheis, Auszubildender Industriemechaniker bei WIRTGEN

Am zweiten Tag schlug die Stunde für die elf jungen Kollegen von VÖGELE mit ihrem SUPER 1900-3, einem Straßenfertiger der neuen »Strich 3«-Generation. Für den leistungsstarken Fertiger war der Einbau der Deckschicht mit insgesamt 339 Tonnen des 163 Grad heißen Asphalts keine besondere Herausforderung: Der SUPER 1900-3 kann bei einer Arbeitsbreite von maximal 11 m pro Stunde bis zu 900 Tonnen Asphalt einbauen.

Nun „nur noch“ verdichten: Die acht Auszubildenden von HAMM hatten als Hausherren natürlich die größte Auswahl an Maschinen für die perfekte Verdichtung zur Verfügung. Zum Einsatz kamen unter anderem die Walzenzüge H 11i und H 20i, die Tandemwalzen HD 8 und HD 14 aus der CompactLine sowie eine DV 85 VO. Bei diesem Fuhrpark war bereits am frühen Nachmittag die Verdichtung beendet. Aber auf der Agenda standen nicht nur praktische Aufgaben. In diversen Workshops wurde auch die Theorie nicht vernachlässigt – das Programm ging von Oszillationsverfahren über das Messen von Vibrationen und das Fahren via GPS bis hin zur Verdichtungskontrolle mit Hilfe von HAMM Compaction Quality (HCQ). Und da die Maschinen im Original zur Verfügung standen, konnte die Theorie gleich „am lebenden Objekt“ demonstriert werden.

Überall zufriedene Gesichter

Die Ausbildungsleiter sind zufrieden: Wieder einmal haben die Auszubildenden aller Stammwerke unter Beweis gestellt, dass sie bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und in engagiertem Teamwork gemeinsam für gute Ergebnisse zu sorgen. Das ehrgeizige Ziel, nicht nur Fach-, sondern auch viel Sozialkompetenz in der Ausbildung zu vermitteln, ist damit erreicht. Und auch die Auszubildenden ziehen ein positives Fazit, wie Robert Schultheis zusammenfasst: „Die praktische Erfahrung, insbesondere die Zusammenarbeit mit den anderen Azubis der WIRTGEN GROUP fördern das Interesse und auch der Spaß kommt dabei nicht zu kurz.“ Den intensiven Belastungen durch die Live-Demos bei den WIRTGEN Road Technology Days 2014 hat die Strecke im Übrigen sehr gut standgehalten. Ein mehr als zufriedenstellendes Ergebnis – die nächste Herausforderung 2015 kann kommen!

Das Teamwork unserer Auszubildenden war Produktmarken übergreifend wirklich eindrucksvoll. Jeder Einzelne hat einen tollen Job gemacht.
Helmut Hecking, Ausbildungsleiter WIRTGEN GmbH

Und wie geht es 2015 weiter?

Auch wenn die Brecher der KLEEMANN GmbH bei diesem Einsatz nicht gefordert wurden – die Auszubildenden der KLEEMANN GmbH waren selbstverständlich ebenfalls vor Ort und genossen die Möglichkeit, die Maschinen der anderen WIRTGEN GROUP Unternehmen in Aktion zu sehen. Sie freuen sich bereits darauf, im kommenden Jahr wieder ihre Maschinen bei der Arbeit vorführen zu können. 2015 werden auch die „Neuen“ in der WIRTGEN GROUP teilnehmen – die Auszubildenden der BENNINGHOVEN GmbH & Co. KG. Mit ihrer Hilfe könnte dann zum ersten Mal der gesamte Kreislauf eines Straßenbauprojektes durchgespielt werden und beide Geschäftsfelder der Wirtgen Group – Road und Mineral Technologies – sich gleichberechtigt bei dieser Veranstaltung wiederfinden. Man darf gespannt sein…

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