Präzisionsarbeit in der Dunkelheit der Nacht.

Über eine halbe Millionen Pendler sind tagtäglich mit den „Cercanía“-Nahverkehrszügen auf der Strecke zwischen den Hautbahnhöfen Chamartín im Norden und Atocha im Zentrum Madrids unterwegs. Steigende Passagierzahlen führten zu Kapazitäts- und Sicherheitsproblemen und machten eine Modernisierung der Hauptverkehrsstrecke der Metropole unumgänglich. Zwei neue Bahnlinien planten die Stadtväter auf den insgesamt 8,2 km zwischen Chamartín und Atocha.

Auf der 5 km langen Teilstrecke von Atocha bis zur Haltestelle „Nuevos Ministerios“ sollte ein Gleisbett in Form einer Festen Fahrbahn entstehen. Die Auftragnehmer vertrauten dabei auf die Technik des Wirtgen Gleitschalungsfertigers SP 500. Die Nivellierung erfolgte aufgrund der beengten Platzverhältnisse nicht über das Abtasten von Leitdrähten, sondern über eine leitdrahtlose Steuerung mit Totalstation und Prisma. Die Übertragung der digitalen Daten aus der Planung auf die Steuerung des SP 500 hatte Leica Geosystems, ein Systempartner von Wirtgen, übernommen. Damit konnten die Betonprofile millimetergenau eingebaut werden.

In 30 Nachtschichten baute der Wirtgen Gleitschalungsfertiger SP 500 die Feste Fahrbahn in zwei getrennten Fahrbahnprofilen von je 3,35 m Breite und mit bis zu 45 cm Dicke nacheinander ein. Nacht für Nacht wurde das monolithische Profil um rund 170 m verlängert und dabei etwa 550 m³ Beton eingebaut, bevor die Gleise verlegt werden konnten. Mit dem Arbeitsergebnis waren die verantwortlichen Ingenieure der spanischen Arbeitsgemeinschaft hochzufrieden: „Das Vertrauen, das wir von Anfang an in die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit des Wirtgen SP 500 gesetzt haben, wurde mehr als belohnt.“

Die Baustelle: Bahntrasse in Madrid, Spanien
Länge der Baumaßnahme: 5 km
Einbaubreite pro Fahrtrichtung: 3,35 m
Einbauleistung: ca. 550 m³ Beton pro Schicht
EN DE