Tragkraft für den Straßenoberbau

Die unterste Schicht besteht überwiegend aus einem ungebundenen Mineralgemisch aus Schotter, Splitt und Brechsand, um die gewünschte Tragfähigkeit zu erzielen und die Verkehrsbelastungen so weit abzubauen, dass das darunter befindliche Planum nicht verformt wird.

Die Schotterschicht schützt vor Frost

Sobald das Wasser im Straßenaufbau gefriert, unterliegen Straßen besonderen Belastungen. Die Ausdehnung des Wassers beim Gefrieren kann Frostschäden entstehen lassen, die sich früher oder später auch auf die Oberfläche auswirken. Dem beugt eine Frostschutzschicht vor, die zumeist aus einem Kies-Sand-Gemisch unter Zugabe gebrochener Mineralstoffe besteht. Diese Schichten aus frostunempfindlichen Baustoffen leiten im verdichteten Zustand das Wasser im Oberbau ab. Gleichzeitig sorgen sie wirkungsvoll für den Abbau der Spannungen.

Die Mischung macht's

In vielen Fällen wird die ungebundene Tragschicht mit einer gebundenen Tragschicht überbaut. Als Bindemittel wird überwiegend Bitumen oder Zement bzw. Kalk verwendet.

Bituminös gebundene Tragschichten

Bei Mischgütern mit Bitumen spricht man von Asphalt-Tragschichten im Heiß- oder Kalteinbau – je nachdem, ob es sich um ein heißes oder kaltes Mischgut handelt.

Hydraulisch gebundene Tragschichten

Bindet Zement oder Kalk das Mineralgemisch, spricht man von hydraulisch gebundenen Tragschichten. Hierzu verwendet man Mineralstoffgemische aus ungebrochenen Kiesen oder Schotter sowie Splitt und Brech- oder Natursand. Immer häufiger werden den Gemischen auch Recyclingbaustoffe zugesetzt.