Die Herausforderung:
Straßen noch zügiger strukturell instand setzen

Das globale Straßennetz ist vielerorts sichtbar in die Jahre gekommen, einhergehend mit dem rasanten Anstieg des Schwerlastverkehrs. Um die Funktionsfähigkeit der Straßeninfrastruktur langfristig zu erhalten, bedarf es zunehmend einer strukturellen Instandsetzung des Straßenaufbaus.

Die Anforderungen an Straßensanierungen sind weltweit identisch: wirtschaftlich und am besten umweltfreundlich müssen sie sein, und vor allem schnell umgesetzt. Denn die Zeit drängt. Flickarbeiten sind dabei weder nachhaltig noch bekämpfen sie die Ursache.

Die Lösung: WIRTGEN Kaltrecycling-Technologie

Heute schon im Trend und als Lösung in Zukunft mehr denn je gefragt ist das Kaltrecycling-Verfahren, bei dem die Wiederverwertung des Oberbau-Materials Grundvoraussetzung ist. So wird beim Kaltrecycling in-place der Asphaltoberbau je nach Beschädigung vollständig oder schichtweise von einem Recyclingzug auf ganzer Fahrbahnbreite in einem Übergang und unter Zugabe von Bindemitteln vor Ort aufbereitet und gleich wieder eingebaut.

WIRTGEN Kaltrecycler: Taktgeber im Recyclingzug

Herzstück des Zuges sind kettengeführte Kaltrecycler von WIRTGEN. Der Recycler fräst die Fahrbahn in den meisten Anwendungsfällen zwischen 100 und 300 mm tief. Gleichzeitig granuliert er das Material und verwandelt es durch die Zugabe von Bindemitteln wie Zement, Bitumenemulsion oder Schaumbitumen in ein neues, homogenes Baustoffgemisch. Mit einer Mischleistung bis 800 t/h kann der Kaltrecycler über sein schwenk- und höhenverstellbares Abwurfband enorme Mengen an recyceltem Material in Heckverladung an einen VÖGELE Fertiger übergeben. Dadurch sind sehr hohe Tagesleistungen möglich. Die finale Verdichtung übernehmen HAMM Tandem- und Gummiradwalzen.

Schaumbitumen-Rezeptur mit extremer Dauerhaftigkeit

Auch für Straßen, die im Kaltrecycling-Verfahren instandgesetzt werden, gelten im Hinblick auf deren Nutzungsdauer die gleichen Anforderungen wie für Straßen, die nach konventionellen Verfahren dimensioniert und gebaut werden. WIRTGEN hat mit der Entwicklung seines eigenen Laborequipments Lösungen geschaffen, die bereits im Vorfeld von Instandsetzungsmaßnahmen deren Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit sicherstellen. So wird nicht nur die optimale Zusammensetzung des aufbereiteten Mischguts definiert, sondern dessen Qualität und Eigenschaften anhand von Probekörpern in Triaxial- und Spaltzugfestigkeits-Tests direkt untersucht. Auch die Schaumbitumen-Qualität lässt sich bereits vor Baubeginn im Baustofflabor exakt definieren.

Wirtschaftliche Bauweise mit geringen Lebenszykluskosten

Die Vorteile des Kaltrecycling-Verfahrens liegen nicht zuletzt auch in dem großen Energieeinsparpotenzial bei der Materialaufbereitung. Die Ausgangsstoffe müssen weder getrocknet noch erhitzt werden, so dass sich gegenüber konventionellen Sanierungsverfahren 10-12 Liter Kraftstoff pro Tonne einsparen lassen. Die fast vollständige Wiederverwertung des Oberbaus ist gleichbedeutend mit der Reduzierung der Baumaterial-Transporte um bis zu 90%. Gleichzeitig können 90% an Ressourcen und bis zu 100% bei der Materialentsorgung eingespart werden. Daraus resultiert ein deutlich reduzierter Kraftstoffverbrauch und geringerer CO2-Ausstoß. Die Kaltrecycling-Bauweise ermöglicht vor allem auch Einsparungen von bis zu 50% an Bindemitteln – somit das größte Einsparungspotenzial. Denn nach wie vor sind Bindemittel der größte Kostenfaktor in der Straßensanierung. Dank der besonderen Eigenschaften des BSM führt die Kaltrecycling-Technologie zu sehr geringen Kosten über den gesamten Nutzungszeitraum der Straßen.

Sanierung bei fließendem Verkehr

Aufgrund der sofortigen Wiederverwertung des Ausbaumaterials und der daraus resultierenden schlanken Logistik sind beim Kaltrecycling in-place die Bauzeiten im Vergleich zu den konventionellen Sanierungsmethoden deutlich kürzer. Der komplette Recyclingzug kann in der Breite einer Fahrspur untergebracht werden. Auf zweispurigen Straßen erfolgt das Recycling auf Breite einer Fahrspur, während der Verkehr einspurig auf der anderen Fahrbahnseite an der Baustelle vorbei geführt werden kann. Außerhalb der Arbeitszeiten steht üblicherweise die gesamte Straßenbreite zur Verfügung, da auch die frisch recycelte Fahrbahn unmittelbar nach abgeschlossener Verdichtung temporär mitgenutzt werden kann.

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