Abtransport der alten Straße zur Kaltrecycling-Mischanlage

Beim Kaltrecycling „in plant“ wird zumeist in Baustellennähe eine mobile Kaltrecycling-Mischanlage aufgebaut. Per Lkw gelangt der Ausbauasphalt von der Baustelle direkt dorthin. Diese Anlage leistet im Wesentlichen dasselbe wie der Kaltrecycler bei der „in situ“ Bauweise: Der alte Asphalt wird unter Zugabe eines oder mehrerer Bindemittel zu 100% recycelt. Anschließend transportieren Lkw das kalt recycelte Mischgut zurück zur Baustelle.

Einbau mit dem Strassenfertiger

Straßenfertiger nehmen das Material auf und ersetzen damit auf der Baustelle die abgetragenen Straßenschichten wieder in zwei Schichten: Auf die recycelte Tragschicht kommt eine neue Deckschicht, die den Anforderungen an die Oberfläche der sanierten Straße entspricht. Die kalt recycelte Tragschicht kann hervorragend von schweren Vibrationswalzen verdichtet werden, die Endverdichtung der Deckschicht unterscheidet sich gegenüber anderen Verfahren nicht. Meist kommen hier Oszillationswalzen zum Einsatz.

Recyclingmischgut "auf Halde"

Bereitet die mobile Kaltrecycling-Mischanlage das Kaltmischgut mit Schaumbitumen auf, muss man es nicht sofort wieder einbauen. Es kann dann über längere Zeit „auf Halde“ gelagert werden. Somit muss das Mischgut nicht von derselben Baustelle stammen, auf der es später verarbeitet wird.

Gesteinsfraktionen neu mischen

Die „in plant“-Bauweise setzt man vor allem bei kleineren Baulosen ein, wenn Aufbau und Versorgung eines kompletten Recycling-Zuges weniger wirtschaftlich wäre. Es gibt aber auch einen weiteren Grund, der für den Abtransport des Fräsguts spricht: Wenn die Baustelle schwer zugänglich ist und deshalb den Anforderungen an die Logistik nicht entspricht, ist es einfacher, das abgefräste Material separat in einer Mischanlage aufzubereiten.