Bauliche Unterhaltung, Instandsetzung und Erneuerung

Die großen Belastungen, denen Straßen unterliegen, gehen nicht spurlos an ihnen vorbei. Es kommt der Zeitpunkt, an dem jede Straße generalüberholt werden muss. Aber kaum ein Schadensbild gleicht dem nächsten.

Welche Instandsetzungsverfahren heilen kranke Straßen? Worin unterscheiden sie sich? Welche können als Wanderbaustelle durchgeführt werden?

Deckenaustausch

Eines der Standardverfahren für die Instandsetzung von Straßenbauwerken ist der Deckenaustausch. Was sind die Herausforderungen bei dieser Instandsetzungsmaßnahme? Welche Maschinen kommen beim Deckenaustausch zum Einsatz? Wie entsteht eine neue Straßendecke?

Eines der Standardverfahren für die Instandsetzung von Straßenbauwerken ist der Deckenaustausch. Die Herausforderung liegt darin, nur die tatsächlich beschädigten Schichten des Straßenaufbaus abzutragen – und das bei Aufrechterhaltung des fließenden Verkehrs. Unter diesen Voraussetzungen kommt für viele Baumaßnahmen nur ein Verfahren in Frage: das Kaltfräsen ... mehr erfahren

Feinfräsen

Als Alternative zur kosten- und zeitintensiven Komplettsanierung gilt das Feinfräsen. Es wird vor allem angewendet, wenn Wellen und Spurrinnen oder rutschige Oberflächen die Verkehrssicherheit akut gefährden.

In vielen Ländern wird weniger Geld in die Erhaltung des Straßennetzes investiert, obwohl die Verkehrsbelastung zunimmt. Deshalb steigt der Bedarf an kostengünstigen und schnellen Lösungen, mit denen gefährliche Streckenabschnitte entschärft werden können. Das Feinfräsen ist solch ein Verfahren, das vor allem angewendet wird, wenn Wellen und Spurrinnen oder rutschige Oberflächen die Verkehrssicherheit akut gefährden. ... mehr erfahren

Dünnschichteinbau DSH

Wenn eine Straße lediglich an der Oberfläche Schäden aufweist, muss nicht gleich die ganze Fahrbahndecke ausgetauscht werden. Eine besonders wirtschaftliche und umweltfreundliche Alternative ist das Verfahren „Dünne Schichten im Heißeinbau“, kurz DSH.

Sanierungsmaßnahmen, die sowohl schnell als auch kostengünstig durchgeführt werden können, gewinnen weltweit an Bedeutung. Solch eine besonders wirtschaftliche Alternative zur Komplettsanierung ist das Verfahren „Dünne Schichten im Heißeinbau“, kurz DSH. Der Dünnschichteinbau ist prädestiniert für sanierungsbedürftige Straßen, die lediglich an der Oberfläche Schäden aufweisen, denen der Grip fehlt oder bei denen Wellen auftreten. Die Oberflächeneigenschaften, wie zum Beispiel Griffigkeit, Ebenheit und Lärmminderung, einer maroden Straße können auf diese Weise über einen längeren Zeitraum entscheidend verbessert werden. ... mehr erfahren

Dünnschichteinbau DSK

Eine schnelle und kostengünstige Alternative zum kompletten Deckenaustausch sind auch „Dünne Schichten im Kalteinbau“ (DSK), im Ausland besser bekannt als Microsurfacing.

Wenn die Oberfläche einer Straße rutschig wird, Spurrinnen sich in den Belag gegraben haben oder Wulste und Verdrückungen die Fahrbahn überziehen, ist die Verkehrssicherheit akut gefährdet. Um eine griffige und ebene Straßenoberfläche wiederherzustellen, werden immer häufiger dünne Schichten im Kalteinbau, kurz DSK, aufgetragen. Im Ausland besser als Microsurfacing bekannt, verlängert das DSK-Verfahren die Nutzungsdauer einer beschädigten Asphaltdecke, ohne dass ein Deckenaustausch vorgenommen werden muss. ... mehr erfahren

InLine Pave

InLine Pave ist ein Verfahren, das offiziell als Bauweise fest im deutschen Regelwerk verankert wurde. Der Einbau der Binder- und Deckschicht erfolgt dabei „in line“, also in einem Arbeitsgang hintereinander „heiß-auf-heiß“. Die eingesetzten Maschinen beanspruchen lediglich 3 m in der Breite, der Verkehr kann also auf den verbleibenden Fahrspuren weiter fließen ... mehr erfahren

Heißrecycling

Poröse und verformte Deckschichten können im Heißrecycling-Verfahren saniert werden, das ausschließlich als Wanderbaustelle durchgeführt wird. Voraussetzung dafür ist ein intakter Schichtenaufbau. Beim Heißrecycling werden alle relevanten Merkmale der Oberfläche und des Fahrbahnprofils sowie die Zusammensetzung der Gesteinsfraktionen in der Deckschicht verbessert.

Dabei wärmt eine Heizmaschine durch gasbetriebene Infrarot-Heizfelder die Deckschicht auf bis zu 150 °C auf, so dass der Heißrecycler den weichen Asphalt auflockern, abtragen, aufbereiten und wieder einbauen kann. Fehlender Grip kann so wiederhergestellt, der Wasserabfluss gewährleistet und Spurrinnen beseitigt werden. Das Einsparpotenzial ist zudem enorm ... mehr erfahren

Kaltrecycling in situ

Wenn aus einer alten Straße eine neue entstehen soll, bietet sich das Kaltrecycling „in situ“ an, das meist in einer Wanderbaustelle durchgeführt wird. Welche Vorteile bietet das Kaltrecycling „in situ“? Wie funktioniert das Verfahren?

Straßen, die großen Belastungen durch Schwerlastverkehr unterliegen, weisen häufig Schäden im Unterbau auf. Um diese zu beheben, muss man die gesamte Struktur des Straßenaufbaus instand setzen. Das Kaltrecycling ist ein Verfahren, das Straßen neuen Halt gibt.

Im Unterschied zu Kaltrecycling „in plant“ erfolgt bei der „in situ“ Bauweise der gesamte Prozess in einem Arbeitsschritt. Das geschieht wie folgt: Spezielle Kaltrecycler granulieren die schadhaften Straßenschichten, meist Deck- und Binderschicht sowie einen Teil der Tragschicht, durchmengen das Fräsgranulat mit neuem Bindemittel und bauen es sofort wieder ein. Für dieses Verfahren sprechen die kurze Bauzeit und die hohe Wirtschaftlichkeit ... mehr erfahren

Kaltrecycling in plant

Beim Kaltrecycling stehen Bauunternehmen vor der Wahl zwischen der Fräsgutaufbereitung an Ort und Stelle, also „in situ“, oder der Aufbereitung in einer Kaltmischanlage, also „in plant“. Entscheidend sind dabei nicht nur die Schadensbilder der zu sanierenden Straße. Welche Vorteile bietet dieses „in plant“ Verfahren? Wie funktioniert es? Bei welchen Schadensbildern kommt das Kaltrecycling „in plant“ zum Einsatz?

Wird der ausgefräste Asphalt einer sanierungsbedürftigen Straße an einem nahe gelegenen Ort aufbereitet, also recycelt, zurück zur Baustelle transportiert und wieder eingebaut, spricht man von Kaltrecycling „in plant“. Das Verfahren kommt häufig zur Anwendung bei Straßen, die großen Belastungen durch Schwerlastverkehr unterliegen und deshalb auch Schäden im Unterbau aufweisen, wo aber beispielsweise die Baustellensituation den Einsatz eines „in situ“ Kaltrecycling-Zuges nicht zulässt. ... mehr erfahren