Steile Verdichtung am Fuße der Anden.

Chile ist mit Abstand das bedeutendste Kupfer produzierende Land weltweit. 72.000 t Kupfererz werden pro Tag nahe der Ortschaft Til-Til abgebaut, 95% davon gelangen als Schlacke in das 5 km² große Staubecken von Ovejería. Durch den Bau einer Staumauer sollte die Kapazität des natürlichen Beckens erhöht und eine Lagerung der Schlacke für die nächsten 50 Jahre sichergestellt werden.

Ein chilenisches Bauunternehmen errichtete die südliche Begrenzung des Staubeckens: eine knapp 3 km lange und 32 m hohe Mauer. Als Baustoff wurde aus der Schlacke extrahierter Sand verwendet. Die Ingenieure suchten eine Walze, die den nicht bindigen Sand sehr gut verdichten und bei 30° Steigung noch volle Traktion bieten konnte. Denn von der Staumauer wird nach der Fertigstellung eine Rampe vom Kamm aus bis zu 130 m in das angrenzende Tal hineinreichen, wodurch sich eine Steigung zwischen 22° und 30° ergibt. Eine Herausforderung, für die der Hamm Walzenzug 3412 mit Hammtronic geradezu prädestiniert war. Denn mit Hammtronic ist die Traktion der Hamm Walze jederzeit optimal und ein Durchdrehen der Räder wird unabhängig von Art, Profil und Steigung des zu verdichtenden Bodens wirksam verhindert.

Bei der Staumauer von Ovejería verdichteten zwei Hamm Walzenzüge 3412 HT täglich rund 7.400 m³ Sand. Nach sechs Überfahrten hangaufwärts erfolgte abschließend die Verdichtung am Fuß der Rampe parallel zum Damm. Der Projektleiter zeigte sich von der Verdichtungsqualität begeistert: „Dank der Hamm-Technologie konnten wir selbst an den steilsten Stellen eine optimale und vor allem regelmäßige Verdichtung erzielen. Und das ohne Unterstützung durch Seilwinden.“

Die Baustelle: Staubecken von Ovejería, Chile
Länge der Baumaßnahme: 3 km
Höhe der Baumaßnahme: 32 m
Verdichtetes Material: 7.400 m³ Sand pro Tag
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