Wirtgen Anbaustabilisierer WS 220 und WS 250

Seit 2004 führt die Wirtgen GmbH zusätzlich zu ihren selbst fahrenden Bodenstabilisierungsgeräten zwei Anbaustabilisierer im Produktprogramm. Aufgrund des Markterfolges in Europa hat Wirtgen jetzt die beiden Anbaugeräte mit der Einführung einer zweiten Maschinengeneration stark weiterentwickelt: Der WS 220 und der WS 250 bieten neue maschinentechnische Besonderheiten, die den Einsatz und die Wartung der Geräte noch leistungsorientierter gestalten.

Die maximale Leistung des Schleppers fließt direkt in den Fräs- und Mischrotor: Bei den Wirtgen Anbaustabilisierern WS 220 und WS 250 befindet sich nur die Fräswalze im Boden, die höhenverstellbaren Seitenschilder gleiten auf Kufen über den Boden.

Die maximale Leistung des Schleppers fließt direkt in den Fräs- und Mischrotor: Bei den Wirtgen Anbaustabilisierern WS 220 und WS 250 befindet sich nur die Fräswalze im Boden, die höhenverstellbaren Seitenschilder gleiten auf Kufen über den Boden.

Großes Einsatzspektrum, qualitativ hochwertige Mischergebnisse

Der WS 220 und der WS 250 werden als kompakte Anbaugeräte an einem Zugfahrzeug zur effizienten Bodenstabilisierung genutzt. Beide Geräte verfügen über eine Frästiefe von 500 mm, wobei der WS 220 eine Fräsbreite von 2.150 mm besitzt und das größere Maschinenmodell, der WS 250, eine Fräsbreite von 2.500 mm aufweist. Zum Einsatzspektrum gehören sowohl Maßnahmen zur Bodenverbesserung als auch zur Bodenverfestigung.

Schweren, grobkörnigen oder sandigen Untergrund verwandeln die Anbaustabilisierer in einbaufähigen und verdichtbaren Boden. Zu grobes Mischgranulat wird im Mischraum von der Fräswalze zerkleinert. Diese Form der Bodenverbesserung – zusätzlich verstärkt durch die Einmischung geeigneter Bindemittel wie Kalk – macht sich bei allen Erdarbeiten zur Herstellung von Dämmen, Böschungen, Verfüllungen oder Baustellentransportwegen bezahlt. Mit geringem Aufwand wird so die Tragfähigkeit großer Flächen schnell und zuverlässig verbessert.

Der bewährte Wirtgen Fräs- und Mischrotor mischt vorgestreute Bindemittel über die gesamte Arbeitsbreite homogen ein. Beste Mischergebnisse und mustergültiges Abziehverhalten zeichnen die Technik aus.

Der bewährte Wirtgen Fräs- und Mischrotor mischt vorgestreute Bindemittel über die gesamte Arbeitsbreite homogen ein. Beste Mischergebnisse und mustergültiges Abziehverhalten zeichnen die Technik aus.

Bei der Bodenverfestigung wird mittels der Anbaustabilisierer durch das zusätzliche Einmischen von Bindemitteln wie Zement ein Boden von dauerhaft hoher Tragfähigkeit erreicht, der langfristig der Verkehrsbelastung bzw. Witterungseinflüssen standhält. Die so aufbereiteten Flächen eignen sich für den Bau von Parkplätzen, Straßen, Sportplätzen, Gleistrassen, Hafenanlagen, Flugplätzen und Industrieflächen.

Fräs- und Mischrotor: leistungsstark mit optimierter Mischraumgeometrie

Durch den bewährt mechanisch angetriebenen Fräs- und Mischrotor überzeugen die Wirtgen Anbaustabilisierer seit Jahren hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit: Mechanische Riementriebe links und rechts garantieren einen hohen Wirkungsgrad und die optimale Kraftnutzung des Zugfahrzeuges. Der beidseitige Antrieb ist auch sehr wartungs- und verschleißarm. Zudem sorgt das außermittige Fräswalzengetriebe dafür, dass sich der Riemenkasten stets oberhalb des Bodens befindet.

Das optionale Wechselhaltersystem HT22 verringert die Betriebskosten erheblich: Die problemlose Überwachung des Verschleißzustandes der Oberteile und das direkte Wechseln der Oberteile auf der Baustelle leisten dazu ihren Beitrag.

Das optionale Wechselhaltersystem HT22 verringert die Betriebskosten erheblich: Die problemlose Überwachung des Verschleißzustandes der Oberteile und das direkte Wechseln der Oberteile auf der Baustelle leisten dazu ihren Beitrag.

Im Mischraum wurde der Materialfluss nun durch eine veränderte geometrische Konstruktion mit einer sich nach hinten dynamisch vergrößernden Öffnung optimiert: Das Ergebnis ist ein höherer Materialdurchsatz dank des angepassten Mischraums. Gleichzeitig wirkt sich die neue Konstruktion positiv auf den Kraftstoffverbrauch aus.

Jetzt mit Spritzschutz und einstellbarer Abziehlippe

Zwei neue Einrichtungen wurden bei den Anbaustabilisierern entwickelt: Für ein ebenes, glattes und lückenloses Oberflächenbild bei jeder Arbeitstiefe ist die Walzenklappe der neuen Anbaugeräte im unteren Bereich mit einer mechanisch einstellbaren Abziehlippe ausgerüstet. Der Anstellwinkel dieser Abziehlippe beträgt 60 bis 80 Grad. Bei der maximalen Arbeitstiefe von 500 mm kann so bei einer flach eingestellten Walzenklappe die Lippe stark angewinkelt werden. Bei einer geringeren Arbeitstiefe von z.B. 200 mm und einer steil eingestellten Walzenklappe wird die Abziehlippe kaum angewinkelt.

Im vorderen Bereich der Anbaustabilisierer ist zudem ein verstellbarer Spritzschutz angebracht: Dieser dient der Vermeidung von Steinschlag und reduziert gleichzeitig die Staubentwicklung bei vorgestreuten Bindemitteln. Der Spritzschutz kann an die jeweiligen Verhältnisse individuell angepasst werden und ist hydraulisch höhenverstellbar. Bei großer Arbeitstiefe wird er hoch gestellt, bei geringer Arbeitstiefe wird er tief gestellt.

Digitale Frästiefenanzeige direkt in der Fahrerkabine

Sehr komfortabel und praktisch ist für den Fahrer die optional verfügbare Frästiefenanzeige. Das intuitiv bedienbare Display kann in unmittelbarer Nähe des Fahrers auf dem Traktor angebracht werden. Damit ist für den Fahrer ein ergonomischeres Arbeiten möglich, da er sich nicht permanent umdrehen muss, um die Frästiefe zu überwachen. Die Messung der Arbeitstiefe geschieht sehr präzise über Ultraschallsensoren, die sich links und rechts am Anbaustabilisierer befinden. Die Einstellung der Arbeitstiefe erfolgt manuell über den Heckkraftheber am Traktor und wird auch an einer Skala an den Seitenschildern des Anbaugeräts zusätzlich angezeigt.

Schneller Werkzeugwechsel mit speziellem Meißelaustreiber und HT22

Wirtgen bietet für die Anbaustabilisierer jetzt auch optional einen pneumatischen Meißelaustreiber an, der einfach an die Zweikreisdruckluftanlage des Traktors angeschlossen wird. Dieser praktische Meißelaustreiber reduziert die Stillstandzeiten der Maschine für den Meißelwechsel um mehr als die Hälfte. Wählt der Kunde anstatt des Standardhaltersystems HT9 mit komplett angeschweißten Meißelhaltern außerdem das optional erhältliche Wechselhaltersystem HT22, so verkürzen sich wiederum die Wartungsarbeiten: Die Wechselhalteroberteile können bei Verschleiß direkt auf der Baustelle ausgetauscht werden.

Bandbreite an Schleppfahrzeugen möglich, kinderleichter Anbau

Verschiedene Trägergeräte kommen für die Anbaustabilisierer in Frage. Leistungstechnische Voraussetzung für den effizienten Betrieb der Wirtgen Anbaugeräte ist ein Traktor mit einem modernen stufenlosen Variogetriebe und mehr als 150 kW Motorleistung für den WS 220 und mehr als 180 kW Motorleistung für den WS 250. Die Anbindung des WS 220 und WS 250 an die Zugmaschine erfolgt ganz einfach mit wenigen Handgriffen über die Unter- und Oberlenker des Schleppers und den genormten Dreipunktanbau der Kategorie 3 und 4. Ein speziell entwickelter hydraulischer Oberlenker mit einer großen Zug- und Druckkraft ist hierfür optional erhältlich.

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