Einsatz am Brenner

MOBICAT MC 110i EVO2 frisst sich durch den Brixener Granit

Gigantische Produktivitätsleistung

Für die Errichtung eines Wasserauffangbeckens mit einem Fassungsvermögen von 18.500 m³, das in den Brixener Granitfels geschlagen wird, setzt die NordBau Peskoller aus Kiens den neuen Backenbrecher MOBICAT MC 110i EVO2 ein. Das Projekt ist Teil einer Reihe umwelttechnischer Ausgleichsarbeiten, die im Zuge der Errichtung des Brenner-Basistunnels mit regionalen und lokalen Behörden vereinbart wurden.

Der sorgsame Umgang mit den natürlichen Ressourcen ist eine der Grundlagen bei der Planung von Großbauprojekten. Der Brenner-Basistunnel – mit 230 Tunnelkilometern eine der größten Baustellen Europas – ist hier ein Paradebeispiel. Zur Minimierung der Umwelteinflüsse auf die Umgebung werden durch den verantwortlichen Bauträger bereits diverse Eindämmungsmaßnahmen getroffen. Darüber hinaus sind mit den lokalen und regionalen Behörden der Projektregion verschiedene umwelttechnische Ausgleichsarbeiten vereinbart – allein im Eisacktal sind Arbeiten in einem Wert von 50 Mio. Euro geplant.

Dazu gehört auch die Errichtung eines Sammelbeckens aus 100 % Naturstein zum Auffangen des Quellwassers aus einer bereits bestehenden Kanalisation im Tal. Das Wasserauffangbecken mit einem Fassungsvermögen von 18.500 m³ soll in Aicha, Natz-Schabs (BZ), entlang der Verbindungsstraße am Fluss Eisack in Spinges einem Ortsteil der Gemeinde Mühlbach (BZ) entstehen.

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Dichtes Felsgestein stellt NordBau vor große Herausforderung

Für das ausführende Unternehmen NordBau Peskoller aus Kiens, spezialisiert auf Abbrucharbeiten, Infrastrukturarbeiten, Konstruktion, Bauingenieurwesen und Wasserwirtschaft, ist die besondere Herausforderung bei dem Projekt nicht nur das extreme Gefälle, sondern vor allem auch die Dichte des massiven Felsgesteins – der typische Brixener Granit.

Der Anteil des abzutragenden Felsgesteins beim Bau beträgt 80 % – das ist eine gewaltige Masse. Die Vorab-Analysen des Untergrunds, in dem das Becken errichtet werden sollte, ließen niemals auf eine so hohe Felsdichte schließen. Man war davon ausgegangen, dass sich der Brixener Granit unter einer Deckschicht aus Erde befindet – nicht, dass er direkt freiliegen würde. Dank der Intuition von Firmenchef Franz Peskoller war diese „Überraschung“ jedoch kein Problem, denn nach Abschluss der Planung wurde sofort die Suche nach einer geeigneten mobilen Brechanlage gestartet.

55.000 m³ zu brechendes Material

In nur einem Jahr Bauzeit müssen rund 55.000 m³ gesprengtes Material gebrochen und in fünf unterschiedliche Korngrößen zerkleinert werden (0–25 mm, 0–75 mm, 30–50 mm, 40–100 mm und extrem fein mit 240 mm). Angesichts dieser Mengen war eine Anlage mit extrem hoher, garantierter Produktivität und konstanter Volumenreduzierung gefordert.

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Die perfekte Wahl

Die MOBICAT MC 110i EVO2 ist leistungsstark, geräuscharm und hochproduktiv

Die Wahl fiel auf die neue MOBICAT MC 110i EVO2. Konzipiert für die erste Brechstufe überzeugte der mobile Backenbrecher nicht nur durch seine Aufgabeleistung von bis zu 400 t Material pro Stunde, sondern entsprach auch in Bezug auf die Qualität des bearbeiteten Materials den Vorgaben der Ausschreibung.

Der Brecher, den NordBau bislang in Betrieb hatte, verfügte noch nicht einmal über die Hälfte der Produktivität der MOBICAT MC 110i EVO2. Er war wesentlich lauter und auch der Kraftstoffverbrauch pro bearbeitetem Kubikmeter lag wesentlich höher.

„Dieser neue Backenbrecher kann mit absoluten Höchstleistungen punkten. Was uns überrascht hat, ist der geringe Kraftstoffverbrauch von durchschnittlich nur 16,5 Liter/Stunde.

Alexander Hintner, Unternehmer der NordBau Peskoller, links
Adolf Hoberhofer, Baustellenkoordinator der NordBau Peskoller, rechts

Intelligente Leistung

Die MOBICAT MC 110i EVO2 wurde von Kleemann zur Vorzerkleinerung von nahezu allen Naturgesteinen aber auch zum Einsatz im Recycling entwickelt. Eine Aufgaberinne fördert das Material auf das frequenzgeregelte Vorsieb. Anschließend gelangt es in die Brecheinheit mit ihren 1.100 mm breiten Backen. Dank des CFS (Continuous Feed System) regelt die Maschine das Beschickungsniveau automatisch.

Besonderes Highlight der MOBICAT MC 110i EVO2 ist ein neues effektives zweistufiges Überlastsystem. Bei kurzfristigen Überlasten schaltet die Elektronik den Brecher in den Schutzmodus. Bei längerem Betrieb unter Höchstleistung verringert sich hingegen die Last automatisch.

„Ich setze die MOBICAT MC 110i EVO2 nun schon seit 300 Stunden ein und konnte sie noch nicht einmal ansatzweise an ihre maximale Leistungskapazität heranbringen.“

Alexander Hintner

Einfache Steuerung

Ausgestattet ist die mobile Brechanlage mit dem digitalen, intuitiv aufgebauten Bedienkonzept SPECTIVE. Über das 12-Zoll-Touchpanel können sämtliche Einstellarbeiten der Anlage einfach durchgeführt werden. Die intuitive Bedienung sorgt für ein schnelles Einlernen und reduziert Fehlbedienungen. Zudem sind neue Komponenten wie eine Funkfernsteuerung und eine kleine Funkfernsteuerung in die SPECTIVE Welt integriert worden. Dank SPECTIVE CONNECT stehen dem Bediener alle betriebsrelevanten Informationen auf dem Smartphone zur Verfügung.

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„Hinsichtlich der Bedienung macht das Touchdisplay aufgrund der Intuitivität absolut den Unterschied. Auch die doppelte Funkfernbedienung ist äußerst intelligent, weil die kleine immer im Bagger bleiben kann.“

Alexander Hintner

Optimale Auslastung durch kontinuierliche Beschickung

Um eine optimale Auslastung des Backenbrechers zu gewährleisten und das Material in der vorgegebenen Zeit brechen zu können, ist eine kontinuierliche Beschickung des Brechers notwendig. NordBau Peskoller setzt hierfür Bagger mit einem Betriebsgewicht von 34–38 Tonnen ein, um mit der Geschwindigkeit der Brechanlage mithalten zu können.

Begeistertes Resümee

Das Team der NordBau ist von der Wahl ihres Chefs Franz Peskoller überzeugt. Mit ihrer hohen Aufgabeleistung wird die neue MOBICAT MC 110i EVO2 das geforderte hohe Tempo auf der Baustelle umsetzen können und damit einen wesentlichen Beitrag zur planmäßigen Abwicklung des Projekts leisten.