Effiziente Landstraßensanierung

Wirtgen Group Maschinen erneuern Fahrbahn in kürzester Zeit

Nahe der französischen Grenze tauschte das ausführende Bauunternehmen die Binder- und Deckschicht eines Abschnitts der L98 aus. In nur zwölf Tagen konnte die Knäble GmbH Straßenbau die Sanierung der rund 3,2 km langen Strecke abschließen.

Deutschland | Kehl

Die Landstraßensanierung bei Kehl war der erste Einsatz für einen fabrikneuen Vögele Fertiger SUPER 2100-3i. Im Verbund mit einem Vögele Beschicker MT 3000-2i Offset, einem zweiten Fertiger vom Typ SUPER 1800-3i und vier Hamm Walzen vom Typ HD 150 TT, HD 12 VV und HD 12 VT war der Premiereneinsatz ein voller Erfolg: Die Bauarbeiten konnten drei Tage früher abgeschlossen werden als geplant.

Den Asphalt bezog das ausführende Bauunternehmen, die Knäble GmbH Straßenbau, aus der ebenfalls brandneuen Benninghoven Asphaltmischanlage BA RPP 4000.

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Vögele Beschicker MT 3000-2i Offset
Vögele Fertiger SUPER 2100-3i
Vögele Fertiger SUPER 1800-3i

Wirtgen Group Maschinen sorgen für hohe Qualität

Wer langlebige Asphaltstraßen in hoher Qualität herstellen möchte, muss den gesamten Prozess sicher beherrschen. Das heißt, dass von der Herstellung des Mischguts mit präzise klassifizierten Ausgangsstoffen über die reibungslose Logistik zur Baustelle bis zum hochwertigen Einbau und der Verdichtung alles passen muss. Diesem Anspruch folgend, baut die Knäble GmbH Straßenbau aus Biberach (Baden) verschiedenste Verkehrsflächen in der Region Mittlerer Schwarzwald. „Unsere Mannschaft hat viel Erfahrung und ist stolz auf das, was sie jeden Tag leistet. Und das merkt man unseren Ergebnissen auch an“, sagt der Geschäftsführer Nicolas Knäble.

Damit die Knäble GmbH ihre Ziele erreicht, setzt das traditionsreiche Unternehmen auf Maschinen und Anlagen der Wirtgen Group. So zählen neben Wirtgen Fräsen, Vögele Fertigern und Beschickern sowie Hamm Walzen auch eine Kleemann Siebanlage und eine Benninghoven Asphaltmischanlage zum Equipment von Knäble. „Wir arbeiten seit vielen Jahren mit der Wirtgen Group zusammen. Hier fühlen wir uns gut aufgehoben, weil die Maschinentechnik überzeugt und wir auch mit dem Service zufrieden sind“, so Nicolas Knäble.

„Unsere Mannschaft hat viel Erfahrung und ist stolz auf das, was sie jeden Tag leistet. Und das merkt man unseren Ergebnissen auch an.“

Nicolas Knäble (links) mit Andreas Knäble, beide Geschäftsführer der Knäble GmbH Straßenbau

Einbausituation wie aus dem Bilderbuch: Der Mischgut-Lkw übergibt den heißen Asphalt an einen Vögele Beschicker MT 3000-2i Offset, der ihn abwechselnd an die Aufnahmebehälter der beiden Vögele Fertiger befördert und den Einbau im Fluss hält.

Neuer SUPER 2100-3i verstärkt Einbauflotte

Den Auftrag an der französischen Grenze, nahe der südwestdeutschen Stadt Kehl, ging die Knäble Asphaltkolonne mit einem fabrikneuen Vögele Fertiger der Highway Class an. Das Maschinenkonzept des SUPER 2100-3i ist darauf ausgelegt, selbst große Baumaßnahmen äußerst wirtschaftlich zu bewältigen. Die Maschine zeichnet sich durch hohen Komfort und hohe Leistungsfähigkeit bei minimalem Verbrauch aus.

Der neue SUPER 2100-3i der Knäble GmbH ist mit der Ausziehbohle AB 600 in der hochverdichtenden Variante mit Tamper und einer Pressleiste (TP1) ausgestattet. Sie ermöglicht dank der hohen Vorverdichtungsleistung einen profilgenauen Einbau. Die maximale Einbaubreite beträgt 9,5 m.

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„Gerade was Baumaßnahmen auf Fernstraßen angeht, sind wir mit dem neuen Großfertiger erstklassig aufgestellt.“

Nicolas Knäble, Geschäftsführer Knäble GmbH Straßenbau

Sanierung startet mit Wirtgen Fräsen

Die Baustelle bestand in der Sanierung der Binder- und Deckschicht auf einem 3,2 km Abschnitt der Landesstraße L 98. In maximal 15 Arbeitstagen galt es, die zu erneuernden Asphaltschichten auf einer Fläche von 28.000 m² auszutauschen.

Dazu trugen zunächst zwei Wirtgen Großfräsen W 250 Fi die 4 cm starke Deckschicht und die 8 cm starke Binderschicht nacheinander und damit sortenrein ab.

„Der alte Asphalt ist damit bereits vorsortiert. Daraus ergeben sich wichtige Vorteile für den Recycling-Prozess in unserer Benninghoven Asphaltmischanlage BA RPP 4000. Mit ihr können wir so hohe Recycling-Quoten realisieren, dass wir gezielt nach Ausschreibungen suchen, bei denen wir Fräsgut gewinnen, so wie es hier der Fall ist“, erklärt Nicolas Knäble.

Einbau mit drei Vögele Maschinen

Auf die Wirtgen Fräsen folgt die Asphaltkolonne. Unterstützt von einem Vögele Beschicker MT 3000-2i Offset baute der SUPER 2100-3i im Verbund mit einem SUPER 1800-3i zunächst die Binder- und anschließend die Deckschicht ein. Die beiden Fertiger arbeiteten in einer Breite von jeweils 4 m im „Heiß an heiß“-Verfahren.

Die Übergabe des Mischguts vom LKW an die beiden Fertiger übernahm der Beschicker: Dank seines Schwenkbands kann der MT 3000-2i Offset die Materialaufnahmebehälter von zwei Maschinen ansteuern, ohne die Bahn wechseln zu müssen.

Einheitliches Bedienkonzept ErgoPlus 3

Ein weiterer Vorteil war die intuitive Bedienung. Das Vögele Bedienkonzept ErgoPlus 3, ist maschinenübergreifend identisch aufgebaut. Dadurch konnte das Einbauteam ohne längere Vorbereitung direkt mit dem neuen Fertiger starten und wie gewohnt arbeiten – ein echter Vorteil.

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Für die Verdichtung setzte Knäble insgesamt vier Tandemwalzen von Hamm ein – zwei HD 150 TT (hier im Bild), eine HD 12 VV und eine HD 12 VT.

Mischgut mit hohen Recycling-Quoten

Das Mischgut für die Baumaßnahme auf der L 98 lieferte eine BA RPP 4000, in die Knäble erst vor kurzem investiert hatte. Diese Benninghoven Mischanlage erfüllt dank der führenden Recycling-Technologie – dem Benninghoven Heißgaserzeuger – die hohen Ansprüche des Unternehmens sowie alle behördlichen Auflagen. So garantiert Benninghoven als einziger Anbieter die Einhaltung der strengen Grenzwerte der neuen 2021 in Kraft getretenen „Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft“ (TA-Luft). Zudem erhitzt der Heißgaserzeuger Altasphalt indirekt und dadurch schonend, wodurch die Anlage eine Recyclingquote von bis zu 90 + X % erzielen kann. Zugleich sinken in der Gesamtprozessbetrachtung die CO₂-Emissionen.

„Bei der Herstellung von Tragschicht-Mischgut haben wir bereits eine Recycling-Quote von 96 % mit unserer BA RPP 4000 erreicht“, berichtet Nicolas Knäble. Dass sein Unternehmen so hohe Recycling-Quoten realisieren kann, ist auch aus folgendem Grund wichtig: Das Bundesland Baden-Württemberg, in dem Knäble agiert, macht sich für Maximalrecycling stark. Das bedeutet, dass die gesetzlich zulässigen Zugabemengen an Altasphalt bei der Herstellung von neuem Mischgut voll ausgeschöpft werden sollen. Mit dieser Investition ist Knäble dahingehend hervorragend für die Zukunft aufgestellt – und hat keinerlei Schwierigkeiten, sein Fräsgut in frisches Mischgut zu verwandeln.

„In unserer Benninghoven Asphaltmischanlage BA RPP 4000 können wir so hohe Recycling-Quoten realisieren, dass wir gezielt nach Aufträgen suchen, bei denen wir Fräsgut gewinnen.“

Nicolas Knäble, Geschäftsführer Knäble GmbH Straßenbau

Sanierung drei Tage früher abgeschlossen

Dank der modernen und leistungsstarken Wirtgen Group Maschinentechnik und der großen Einsatzbereitschaft der Mannschaft konnte die Knäble GmbH Straßenbau die Sanierung der L 98 statt nach 15 bereits nach zwölf Tagen abschließen – trotz eines Schlechtwettereinbruchs mit kühlen Temperaturen.

„Wenn die Qualität einwandfrei ist und wir noch dazu beitragen können, die Belastungen für den Verkehr geringer als geplant zu halten, haben wir einen guten Job gemacht“, freut sich Nicolas Knäble.

Steckbrief Knäble

  • Gegründet 1922 als Pflasterbetrieb
  • Heute eines der der traditionsreichsten Straßenbauunternehmen im Ortenaukreis (Region Mittlerer Schwarzwald in Süddeutschland)
  • Betrieb einer eigene Asphaltmischanlage seit 1965, seit 1992 mit Recycling-Technik
  • Geschäftsführer in vierter Generation ist Nicolas Knäble
  • Heute umfasst der topmoderne Fuhrpark Wirtgen Fräsen, Vögele Fertiger und Hamm Walzen
  • Ein Meilenstein für Knäble war die Investition in eine innovative Benninghoven Asphaltmischanlage BA RPP 4000, die eine Recycling-Quote von bis zu 90 + X % realisieren kann.