Benninghoven und Tarmac – Beispiel einer langjährigen und erfolgreichen Kundenbeziehung

Wandelnde Marktbedingungen gemeinsam meistern

Vor über 40 Jahren investierte Tarmac zum ersten Mal in Benninghoven Technik: Was mit einem Brenner begann, entwickelte sich zu einer intensiven Zusammenarbeit zwischen dem britischen Unternehmen für Baumaterialien und -lösungen und dem deutschen Spezialisten für Asphaltmischanlagen. Die neueste Anlage, eine TBA 4000, steht direkt neben einer Großbaustelle bei Birmingham und produziert Asphalt für den Ausbau einer Autobahn.


Aktuelle Referenz: Fernstraßenprojekt mit einer TBA 4000

Tarmac ist Großbritanniens führendes Unternehmen, wenn es um nachhaltige Baumaterialien, Straßenbau und Baustoffe geht, und arbeitet bereits seit über 20 Jahren erfolgreich mit Benninghoven zusammen. In diesen zwei Jahrzehnten haben Tarmac und Benninghoven auf sich wandelnden Marktbedingungen nicht nur reagiert, sondern stets eine Vorreiterrolle eingenommen. Konkret betraf und betrifft dies die Reduktion von Emissionen, hohe Recycling-Zugabequoten und einen möglichst nachhaltigen Betrieb der Anlagen.

Ein Beispiel, an dem sich das gut festmachen lässt, ist das jüngste gemeinsam realisierte Projekt: Im Großraum Birmingham erhielt Tarmac den Auftrag über den Ausbau der Fernstraße A47 Heartlands Parkway. Um für dieses Großprojekt ausreichend Asphalt herzustellen und die Transportwege kurz zu halten, investierte das Unternehmen in eine neue Asphaltmischanlage vom Typ TBA 4000.

Benninghoven

„Gerade beim Service zeigt sich die Qualität einer Partnerschaft. Das Team von der Wirtgen Group in Großbritannien steht uns immer mit Rat und Tat zur Verfügung.“

Anthony Smith, Technischer Leiter bei Tarmac

Mehrere Benninghoven Anlagen liefern Asphalt für Tarmac

Tarmac ist ein führender Anbieter von Bauststoffen, darunter Zuschlagstoffe, Asphalt, Zement, Kalk, Beton und unterstützt seine Kunden auch in den Bereichen Straßenbau und Recycling. Inzwischen beschäftigt Tarmac 7.000 Mitarbeiter an 400 Standorten. Die Flexibilität, die Benninghoven bietet, kommt dem Betreiber diverser Mischwerke sehr gelegen. Dass allesamt von Benninghoven stammen, ist kein Zufall. Zum einen liegt es daran, dass sich mit Benninghoven vielfältige Anforderungen an Rezepturen der Mischgüter, aber auch an einen nachhaltigen Betrieb der Mischanlagen, zuverlässig erfüllen lässt. Bekanntlich werden diese Anforderungen in vielen Märkten zunehmend strenger, so auch in Großbritannien und bei Tarmac. Zum anderen arbeiten Tarmac und Benninghoven partnerschaftlich und vertrauensvoll zusammen. „Gerade beim Service zeigt sich die Qualität einer Partnerschaft. Das Team von der Wirtgen Group in Großbritannien steht uns immer mit Rat und Tat zur Verfügung, wenn wir Unterstützung brauchen“, sagt Anthony Smith, der Technischer Leiter von Tarmac.

„Hinzu kommt, dass uns die Benninghoven Anlagen dabei unterstützen, unsere Ziele in Bezug auf einen nachhaltigen und effizienten Anlagenbetrieb unterstützen. Sie gehen sparsam mit Energie um, stoßen immer weniger Emissionen aus und ermöglichen immer höhere Recycling-Zugabequoten“, erklärt Miles Dobson, Leiter Fertigung von Tarmac.

„Unsere Benninghoven Anlagen unterstützen uns dabei, unsere Ziele in Bezug auf einen nachhaltigen und effizienten Anlagenbetrieb unterstützen. Sie gehen sparsam mit Energie um, stoßen immer weniger Emissionen aus und ermöglichen immer höhere Recycling-Zugabequoten.“

Miles Dobson, Leiter Fertigung Tarmac

Transportable Benninghoven Anlage (TBA) am Tarmac Standort in Washwood Heath.

Gummigranulat aus Autoreifen schont Ressourcen

Zu ihrer Premiere musste die neue TBA 4000 von Tarmac bei Birmingham direkt einen anspruchsvollen Job erledigen: Als erste Asphaltmischanlage in den britischen Midlands verarbeitete sie die Zutat Gummigranulat, die aus recycelten Autoreifen gewonnen wurde und den Belag elastischer halten soll.

Das Mischgut für die A47 bestand neben Weißmineral und einem Altasphalt-Anteil sowie Bitumen aus diesem besonderen Zuschlagstoff. Die neuartige Rezeptur schont nicht nur Ressourcen, sie hat noch einen weiteren Vorteil: Die Rezeptur kann als temperaturabgesenkter Asphalt oder Warm-Mix hergestellt werden. Wie der Name schon sagt, ist die Temperatur gegenüber konventionellen Mischgütern geringer. Während letzteres meist bei 160 °C gemischt wird, beträgt die Herstellungstemperatur von temperaturabgesenktem Asphalt bei 100 °C bis 110 °C. Damit spart der Produktionsprozess gegenüber konventionellen Heißmischgütern Brennstoff und CO₂ ein.


Temperaturabgesenkter Asphalt reduziert CO₂-Emissionen

„Der innovative Asphalt ist ein Beitrag zur Nachhaltigkeit“, erklärt Anthony Smith von Tarmac. „Die Reduktion an CO₂ beträgt acht bis zwölf Prozent. Solche Beiträge sind eine zentrale Forderung an die britische Bauindustrie. Wir sind aufgefordert, neue Lösungen zu finden, die umweltfreundlicher sind. Das ist uns hier gelungen.“ Die Herstellung temperaturabgesenkter Asphalte ermöglicht ein Schaumbitumen-Modul von Benninghoven: Durch das Vermischen von heißem Bitumen mit Wasser schäumt das Bitumen auf ein Vielfaches seines ursprünglichen Volumens auf, reduziert temporär die Bitumenviskosität, was den Kunden befähigt Asphalt bei geringeren Temperaturen herzustellen und einzubauen – ohne Beeinträchtigung seiner Eigenschaften.

Anthony Smith, Technischer Leiter Tarmac

„Der innovative temperaturabgesenkte Asphalt ist ein Beitrag zur Nachhaltigkeit. Wir sparen acht bis zwölf Prozent CO₂ ein. Der Mischprozess stellt unsere TBA 4000 vor keinerlei Schwierigkeiten.“

Anthony Smith, Technischer Leiter Tarmac

Verbesserte Umweltbilanz

Auch die Umweltbilanz verbessert sich deutlich: Bei einer Tagesleistung von 2.000 t temperaturabgesenktem Asphalt beträgt die Einsparung gegenüber Heißmischgut 1.800 l Heizöl oder ein Energie-Äquivalent sowie 6 t weniger CO₂-Ausstoß. „Der Mischprozess unserer innovativen Rezeptur stellt die TBA 4000 vor keinerlei Schwierigkeiten.“ Auch die Verkehrsteilnehmer dürfen sich freuen: Temperaturabgesenktem Asphalt erkaltet schneller und kann früher wieder befahren werden.

Mehr zu temperaturabgesenktem Asphalt erfahren Sie hier.

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Recycling von Asphalt mit Benninghoven Anlagen

Beim Recycling von Asphalt ist in Großbritannien die Kaltzugabe die bevorzugte Technologie. Bis zu 30 % Altasphalt werden zu neuem Mischgut verarbeitet. Häufig liegt der Feuchtigkeitsgehalt bei vier oder mehr Prozent. Hier spielt das Benninghoven Kaltzugabe-System Multivariable Zugabe ihre Vorteile aus: Sie dosiert das Material nach und nach in den Mischprozess, vermeidet Dampfschläge und schont so die Anlage. Dies ist zugleich Garant für hochqualifizierte Mischgüter mit einem Anteil an Recycling-Material.

Tolles Produkt
TBA-Anlagen im Einsatz bei Tarmac

Die Alleskönner: Benninghoven Anlagen vom Typ TBA

  • Hightech Anlagenpower mit einer Mischleistung bis zu 320 t/h
  • Plug & Work-Prinzip für schnelle Montage, modulares Erweitern und klare Schnittstellen zwischen Benninghoven und dem Kunden für eine nachhaltigere Anlagen-Technik
  • Recycling-Technologien
  • Anwendervorteile durch hohe Ergonomie- und Sicherheitsstandards

Mit TBA-Technik Marktanforderungen erfüllen

Der Anlagentyp TBA steht für durchdachte Asphaltmischanlagen auf einem hohen Qualitätsstandard. Darüber hinaus lässt sich die Technik an unterschiedlichste Marktbedingungen anpassen. So auch in Großbritannien, wie diese Beispiele zeigen – über Tarmac hinaus.

Marktanforderung überdachte Vordoseure

Überdachte Vordoseure für möglichst trockenes Weißmineral, um energieeffizient, emissionsarm und anlagenschonend zu arbeiten – bei Benninghoven kein Problem. Der Stahlbau erfüllt vielfältige Kundenwünsche – und hilft dabei, Energie einzusparen: Die Reduzierung der Feuchtigkeit im Mineral um 1 % verringert den Verbrauch pro 1 t Fertigasphalt um 1 l Brennstoff. Bei einer Tagesproduktion von 2.000 t lassen sich als bereits 2.000 l Öl oder Gas sparen. Dies entspricht dem Heizbedarf eines Eigenheims.

Marktanforderung Schlüsseltransfersystem

Schlüsseltransfersystem für mehr Arbeitssicherheit und gesteigerte Produktivität bei Wartungsarbeiten (bei Benninghoven Standard).

Marktanforderung Skimmer-Einheit an der Entstaubung

Skimmer-Einheit statt Vorabscheider an der Entstaubung für eine größere Trennschärfe des Eigenfüllers und damit eine hohe Qualität der Rezepturen.

Marktanforderung Mehrstoffbrenner

Verfeuern mehrerer Brennstoffe gleichzeitig. Die EVO JET Brenner können, je nach Ausführung, mit bis zu vier verschiedenen Brennstoffen betrieben werden – ohne mechanischen Umbau. Der Wechsel erfolgt auf Knopfdruck.

Marktanforderung exaktes Verwiegen

Durch präzise Verwiegung (± 50 kg) optimale Beladung der Mischgut-LKW erreichen, um die Nutzlast auszureizen und zugleich Überlast zu vermeiden. Dies ist auch ein Beitrag für einen geringen Verschleiß der Fahrzeuge sowie zur Sicherheit.

Marktanforderung Verschneidung von Bitumen

Möglichkeit zum Verschneiden von Bitumen zum Einsparen von Tanks: Es werden wenige Bitumen-Grundsorten bevorratet und je nach Anforderung in variierenden Anteilen in der Bitumenwaage verschnitten, also vermischt.